Wie weiterleben? Die Bewältigung einer tödlichen Krankheit unter Bedingungen der Zwangsmigration – Eine Fallstudie

Hier können Sie den Artikel „Wie weiterleben? Die Bewältigung einer tödlichen Krankheit unter Bedingungen der Zwangsmigration –
Eine Fallstudie“ von Anne Bourgaux aus dem Jahr 1999 herunterladen:

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Der Artikel erschien auch in: Zeitschrift für Politische Psychologie, Jg. 7, 1999, Nr. 1+2, S. 195 – 200

Die Zusammenfassung können Sie hier lesen:

Der Beitrag beschreibt Beschwerden, Setting und Therapieverlauf eines Mannes, der infolge politischer Aktivitäten gefoltert und zur Flucht nach Deutschland gezwungen wurde und HIV-infiziert ist. Nach anfänglichem Schock hat er das traditionelle Verständnis
der Krankheit hinter sich gelassen, eigenständige Aktivitäten zur Lösung seiner Probleme entfaltet und sein Leben insgesamt so umgestaltet, daß die Erkrankung und ihre Folgen (bes. Ängste, Isolation) eingedämmt werden. In der Therapie stand zunächst die Klärung der Frage im Vordergrund, wofür das Weiterleben lohne,
dann die Erschließung von Ressourcen palliativen und  instrumentellen Copings, die durch neuerlernte Techniken nochmals erweitert werden konnten. Ein wichtiges Hilfsmittel im Setting ist die dingliche Symbolisierung der Krankheit. Schließlich setzte eine Differenzierung der traumatisierenden Erfahrungen infolge Folter,
Zwangsmigration und Krankheit ein, die mit angstreduzierenden Klärungen einhergeht sowie der produktiven, schrittweisen Bewältigung von Einzelproblemen.

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