Eine Armee entläßt ihre traumatisierten Kindersoldaten in eine ungewisse Zukunft

Hier können Sie den Artikel „Eine Armee entläßt ihre traumatisierten Kindersoldaten in eine ungewisse Zukunft“ von Dr. Ulrike Heckl aus dem Jahr 1999 herunterladen:

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Die Zusammenfassung des Texts können Sie hier lesen:

An vielen Kriegsschauplätzen der Welt werden Kinder, Jungen wie auch Mädchen, für die Interessen der kriegführenden Parteien funktionalisiert und unter Gewaltanwendung und oft auch unter Drogen zum Töten gezwungen. So werden sie nicht nur zu Opfern, sondern auch zu Tätern gemacht. Nicht immer können diese traumatischen Erfahrungen, die zu einer fundamentalen Erschütterung des Selbst- und des Weltverständnisses führen, in der Familie oder Gemeinschaft aufgefangen werden. Für eine Resozialisierung dieser kriegstraumatisierten Kinder müssen Wege gesucht und gefunden werden, die es ihnen ermöglichen, aus ihrem Trauma herauszufinden, ohne es zu negieren, damit sie lernen können, ihr Selbstwertgefühl zu rekonstruieren. Unter der Leitung des Psychologen Boia Efraime Junior wurde in Mosambik das Projekt „Reconstruindo a EsperanΧa“ aufgebaut, das dem kulturellen Kontext wie auch den gesellschaftlichen Bedingungen Rechnung trägt und eine Zusammenarbeit von Psychologen, Ärzten und traditionellen Heilern erprobt. Das Zusammenwirken der von außen hereingetragenen westlichen Psychologie und der afrikanischen Heilkunst als lokales Behandlungssystem, soll den entwurzelten Kindern helfen, ihr seelisches Gleichgewicht wieder zu erlangen.

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