Berufsethik in Krisenzeiten. Ärzte und Psychologen unter der Militärdiktatur in Südamerika

Hier können Sie den Artikel „Berufsethik in Krisenzeiten.
Ärzte und Psychologen unter der Militärdiktatur in Südamerika“ von Horacio Riquelme U. aus dem Jahr 2000 herunterladen:

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Dieser Artikel erschien auch in: Zeitschrift für Politische Psychologie, Jg. 8, 2000, Nr. 4, und Jg. 9, 2001, Nr. 1, S. 361 – 379

Die Zusammenfassung des Texts können Sie hier lesen:

Während der Militärdiktaturen in Südamerika stand oft die Tätigkeit von Ärzten und Psychologen im Konfliktfeld zwischen Menschenrechten, beruflicher Ethik, institutionell-administrativen Repressionen und staatlichen Erwartungen und Sanktionen. Einige Mitglieder dieser Professionen stellten ihr fachliches Wissen dem Repressionsapparat zur Verfügung, andere lehnten sich dagegen auf und suchten neue Wege, individuell wie öffentlich gegen Menschenrechtsverbrechen vorzugehen. Eine quellenbezogene und durch Feldforschung ergänzte Untersuchung über Handlungsbedingungen beruflicher Ethik unter totalitärer Herrschaft in Argentinien, Chile und Uruguay wurde 1990-1995 durchgeführt. Der Beitrag zeichnet die zentralen Aspekte der Wechselwirkung von beruflicher Tätigkeit und Menschenrechten in repressiven Regimen am Beispiel Argentiniens, Chiles und Uruguays nach. Die Verstrickung von Ärzten und Psychologen in Maßnahmen der Unterdrückung, aber auch der Wahrung ethischer Werte in Krisenzeiten werden anhand von Fallbeispielen dargestellt.

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