Narben auf der Seele: Integrative Traumatherapie mit Folterüberlebenden

Hier können Sie den Artikel „Narben auf der Seele: Integrative Traumatherapie mit Folterüberlebenden“ von Ingrid Ingeborg Koop aus dem Jahr 2001 herunterladen:

2001 Koop integrative traumatherapie folteropfer

Dieser Artikel erschien auch in: Zeitschrift für Politische Psychologie, Jg. 8, 2000, Nr. 4, und Jg. 9, 2001, Nr. 1, S. 561 -584

Die Zusammenfassung des Texts können Sie hier lesen:

Die folgenden Ausführungen entstanden vor dem Hintergrund der Integrativen Therapie (nach Petzold, Heinl, Orth u.a.) und aus der Praxis mit traumatisierten Menschen und Folterüberlebenden, u.a. in Auslandstätigkeiten in Lateinamerika und Ex-Jugoslawien und bei REFUGIO Bremen, Behandlungszentrum für traumatisierte Flüchtlinge. Zur Diagnostik wird mit dem Konzept der „Extremtraumatisierung“ eine notwendige Erweiterung des PTSD-Modells vorgestellt. Der Schwerpunkt des Artikels liegt auf einem integrativen traumatherapeutischen Vorgehen. Zentrale Annahme ist dabei die Einsicht, daß – auch aufgrund physiologischer Prozesse bei der Entstehung von Traumata – die Traumabearbeitung mit rein verbal orientierten Psychotherapien zu kurz greift. Auswirkungen von Foltertraumata auf verschiedene Bereiche der Identität sowie der Einbezug von Leiblichkeit in multimodalen therapeutischen Interventionen werden skizziert. Ergänzende Themen in der Therapie bilden Ressourcenentwicklung, die (Kontroverse um) direkte  Traumabearbeitung, die Bedeutung der Zeitdimension und die Arbeit an der Schnittstelle von innerer und äußerer Realität.

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