Kommunikationsverhalten nach politischer Haft in der DDR – Entwicklung eines Fragebogens zum Offenlegen der Traumaerfahrungen

Hier können Sie den Artikel „Kommunikationsverhalten nach politischer Haft in der DDR – Entwicklung eines Fragebogens
zum Offenlegen der Traumaerfahrungen“ von Julia Müller, André Beauducel, Johannes Raschka und Andreas Maercker aus dem Jahr 2001 herunterladen:

2001 traumaerfahrung kommunikation ddr Mueller

Dieser Artikel erschien auch in: Zeitschrift für Politische Psychologie, Jg. 8, 2000, Nr. 4, und Jg. 9, 2001, Nr. 1, S. 413 – 427

Die Zusammenfassung des Texts können Sie hier lesen:

Das Offenlegen traumatischer Erfahrungen wird als wichtige sozialpsychologische Variable für die Gesundung von Traumafolgen angesehen. Der Beitrag präsentiert die Entwicklung eines Fragebogens zu diesem Konstrukt. 178 ehemals politisch Inhaftierten der DDR wurde der Fragebogenprototyp mit 65 Items zusammen mit Standardmaßen für posttraumatische Belastungsstörung und soziale Unterstützung vorgelegt. Ermittelt wurde eine dreifaktorielle Lösung und daraus die Subskalen „Bedingungen des Redens“ (13 Items), „Bedingungen des Schweigens“ (11 Items) und „emotionale Reaktionen“ (10 Items) konstruiert. Die psychometrischen Kennwerte sind zufriedenstellend. Der Artikel stellt die Relevanz für die Untersuchungsgruppe ehemals politisch Inhaftierter dar und diskutiert Implikationen.

Communication after political imprisonment: Disclosure of the traumatic experiences.

Abstract: Disclosure of traumatic experience is regarded as an important social psychological variable for recovery of trauma-consequences. This article presents the development of a questionnaire concerning this construct. 178 former East German political prisoners answered the 65 items prototype questionnaire, together with standard measures of posttraumatic stress disorder and social support. A three-factorial solution was found, and the subscales „conditions of talking“ (13 items), „conditions of saying nothing“ (11 items) and „emotional reactions“ (10 items) were derived. Psychometric values are satisfactory. The article then discusses implications for former political prisoners.

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