Folgemeldungen zu drei Medical Actions diesen Jahres

Liebe Freundinnen und Freunde des Amnesty-Aktionsnetzes Heilberufe,

da das Ende des Jahres naht, haben wir recherchiert, ob es erwähnenswerte Entwicklungen von Fällen gab, die wir dieses Jahr als Eilaktionen hatten. Drei haben wir dabei gefunden.

Anfang April hatten wir einen Fall aus Pakistan.
Mohammad Asghar – seit 2000 an Schizophrenie leidend – wurde 2010 festgenommen und auf Grundlage der Blasphemiegesetze zum Tode verurteilt. In Haft bekommt er keine ausreichende medizinische Versorgung.
Hierzu gab es eine Reaktion der Regierung auf die Appellschreiben, in der sie ihre Entscheidung als der geltenden indischen Rechtslage entsprechend rechtfertigen. Ashgars Gesundheit sei von Senior Medical Officers als zufriedenstellend eingeschätzt worden.
Im Oktober meldete Amnesty Folgendes: „Der in Pakistan inhaftierte Mohammad Asghar ist am 25. September 2014 von einem Gefängniswärter angeschossen und schwer verletzt worden. Er wird derzeit im Krankenhaus behandelt und ist außer Lebensgefahr. Seine Rechtsbeistände fürchten jedoch nach wie vor, dass er getötet werden könnte. Der Gefängniswärter ist von den lokalen Behörden festgenommen und wegen versuchten Mordes angeklagt worden. Acht weitere Gefängniswärter_innen sind vom Dienst suspendiert worden.“
http://www.amnesty.de/urgent-action/ua-023-2014-2/gefangener-von-gefaengniswaerter-angeschossen

Im Mai behandelten wir einen Fall aus Ägypten.
Mohamed Soltan, Sohn eines bekannten Mitglieds der Muslimbruderschaft und seit August 2013 inhaftiert, befindet sich seit dem 26. Januar im Hungerstreik. Sein Gesundheitszustand verschlechtert sich rapide.
Ebenso im Oktober meldete Amnesty: „Der inhaftierte Mohamed Soltan wurde am 7. Oktober ins Krankenhaus eingeliefert, nachdem sich sein Gesundheitszustand drastisch verschlechtert hat. Er befindet sich seit acht Monaten im Hungerstreik.“ http://www.amnesty.de/urgent-action/ua-128-2014-1/gefangener-kritischem-zustand

Im September hatten wir einen Fall aus Bahrain für euch.
Der gewaltlose politische Gefangene ‚Abdulhadi Al-Khawaja, einer der 13 bekannten inhaftierten Oppositionellen in Bahrain, ist am 25. August aus Protest gegen seine willkürliche Festnahme und Inhaftierung in den Hungerstreik getreten. Sein Gesundheitszustand droht sich zu verschlechtern.
Amnestys Meldung wiederum im Oktober dazu: „Am 23. September hat er den Hungerstreik nach 30 Tagen der Nahrungsverweigerung beendet. Seine Familie konnte ihn am 6. Oktober im Gefängnis besuchen und die Ärzt_innen seien zuversichtlich, dass sich sein niedriger Blutdruck mit weiterer Gewichtszunahme stabilisieren werde.“
http://www.amnesty.de/urgent-action/ua-166-2014-1/oppositioneller-beendet-hungerstreik

Alles Gute und viele Grüße

Euer Aktionsnsetz

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