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Update zur Menschenrechtslage psychisch kranker Menschen

Die Links in diesem Beitrag ver­weisen auf Seit­en, für deren Inhalt AI keine Ver­ant­wor­tung übernehmen kann. Auch gibt deren Inhalt nicht zwangsläu­fig die Mei­n­ung von Amnesty Inter­na­tion­al wieder.

Die fol­gen­den Beiträge befassen sich mit Men­schen­rechtsver­let­zun­gen an Per­so­n­en mit psy­chis­chen Erkrankungen:


Ein Link zu ein­er Presseeerk­lärung der SOS-Kinderdör­fer zum The­ma: “Psy­chisch kranke Kinder in Ket­ten. SOS-Kinderdör­fer fordern sofor­tiges Ende der schock­ieren­den Prax­is in Ghana.” vom 20. 8. 2020:

 


Ein Link zu einem bek­lem­menden Bericht (pro­duziert von Arte) über die völ­lig recht­lose Lage psy­chisch kranker Frauen in Pakistan:

 


Und ein Artikel: “Geht es psy­chisch kranken Men­schen in ärmeren Län­dern bess­er?” (erschienen in “Soziale Psy­chi­a­trie” 02/2020)

 


Mehr zum The­ma psy­chis­che Gesund­heit & Men­schen­rechte find­en Sie auch unter http://mental-health-and-human-rights.org/
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Freispruch für Prof. Sebnem Korur Fincanci und Prof. Gencay Gürsoy in Istanbul

Wir möcht­en auf fol­gende Pressemit­teilung der IPPNW vom 14. Juli 2020 hinweisen:

Freis­pruch für Prof. Seb­nem Korur Fin­can­ci und Prof. Gen­cay Gür­soy in Istanbul

Die IPPNW begrüßt den Freis­pruch von Prof. Seb­nem Korur Fin­can­ci und Prof. Gen­cay Gür­soy am 7. Juli 2020 durch das “Gericht für schwere Straftat­en” in Istan­bul. Mit mehr als 2.000 anderen Akademiker*innen hat­ten die bei­den Anfang 2016 einen Frieden­sap­pell unterze­ich­net, der sich gegen die unver­hält­nis­mäßi­gen Mil­itär­op­er­a­tio­nen im Südosten des Lan­des richtete, die mas­siv gegen die Men­schen­rechte ver­stießen: „We will not be a par­ty to this crime.” Tausende der Unterzeichner*innen wur­den daraufhin ent­lassen, mehr als 800 ver­haftet und 204 zu Gefäng­nis­strafen von ein bis drei Jahren verurteilt. So auch Seb­nem Korur Fin­can­ci und Gen­cay Gür­soy am 12. Dezem­ber 2018.

Am 26. August 2019 hob das Beru­fungs­gericht die Urteile mit Ver­weis auf die Mei­n­ungs­frei­heit auf und ver­wies sie zurück an das Gericht für schwere Straftat­en nach Istan­bul, wo jet­zt der Freis­pruch erfol­gte. “Wir erwarten, dass auch die übri­gen Angeklagten freige­sprochen wer­den und die Ent­lasse­nen wieder ihre Arbeit an den Uni­ver­sitäten des Lan­des aufnehmen kön­nen,” erk­lärte IPP­NW-Ärztin Gisela Penteker.

Prof. Seb­nem Korur Fin­can­ci ist eine inter­na­tion­al bekan­nte und anerkan­nte Rechtsmedi­ziner­in, die bei der Aufkärung von Kriegsver­brechen z.B. in Bosnien beteiligt war. Sie ist die Vor­sitzende der Türkischen Men­schen­rechtss­tiftung und eine der maßge­blichen Ver­fasserin­nen des Istan­bul-Pro­tokolls zum Nach­weis von Folter, das als UN-Doku­ment aufgenom­men wurde. Sie ist eine uner­müdliche und uner­schrock­ene Kämpferin für die Men­schen­rechte und ist deshalb immer wieder ins Visi­er des Staates ger­at­en. Wegen weit­er­er ange­blich­er Verge­hen muss sie sich vor Gericht noch ver­ant­worten. Amnesty Inter­na­tion­al und die Ärz­teor­gan­i­sa­tion IPPNW Deutsch­land arbeit­en seit vie­len Jahren gerne und ver­trauensvoll mit ihr zusammen.

Prof. Korur Fin­can­ci ist mit ihrer pro­fun­den Sachken­nt­nis und ihrer leb­haften Fre­undlichkeit ein gern gese­hen­er Gast bei mehreren Ver­anstal­tun­gen gewe­sen und 2011 mit dem inter­na­tionalen medi­zinis­chen Frieden­spreis aus­geze­ich­net worden.

Vor der Gerichtsver­hand­lung am 7. Juli in Istan­bul haben Seb­nem Korur Fin­can­ci und Gen­cay Gür­soy darauf hingewiesen, dass die Umstände, die zum Frieden­sap­pell geführt haben, weit­er fortbeste­hen. Immer noch wer­den im Südosten der Türkei täglich Men­schen willkür­lich ver­haftet, gewählte Bürgermeister*innen abge­set­zt, Parteivertreter ver­fol­gt und die Lebens­grund­lage viel­er Men­schen zer­stört. Sie wer­den sich weit­er für die Achtung der Men­schen­rechte in der Türkei und weltweit einsetzen.

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