Schlagwort-Archive: Bahrain

Medical Actions März 2019

Sehr geehrte Damen und Her­ren, liebe Fre­undin­nen und Fre­unde des Amnesty-Aktion­snet­zes Heilberufe,

heute bekom­men Sie eine Med­ical Action aus Bahrain und den Vere­inigten Ara­bis­chen Emi­rat­en. Im Anhang find­en Sie einige Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen, sowie je einen Brief. 

Im ersten Brief han­delt es sich um die 50-jährige Hajer Man­soor Has­san, die im Frauenge­fäng­nis in Mad­i­nat Isa fest­ge­hal­ten wird. Nach­dem sie im August 2018 einen Knoten in ihrer Brust ent­deck­te, ignori­erten die Gefäng­nis­be­hör­den lange ihre Anträge auf eine Über­weisung in eine Fachk­linik. Erst nach inter­na­tionalen Protesten wurde sie am 24. Feb­ru­ar in das Bahrain Defence Force Hos­pi­tal über­stellt. Dort wurde ihr mit­geteilt, dass der Knoten zwar gutar­tig sei, aber weit­ere Unter­suchun­gen drin­gend notwendig wären. Doch die sie beglei­t­en­den Polizeibeamt_innen bracht­en sie ohne weit­ere Behand­lung zurück in das Gefäng­nis. Einen Tag darauf bestätigte das Kas­sa­tion­s­gericht die gegen Hajer Man­soor Has­san ver­hängte drei­jährige Haftstrafe.

Hier kön­nen Sie den Brief herunterladen:

Hajer Man­soor Has­san Brief 1 Hajer Man­soor Has­san Hintergrundinformationen

Im zweit­en Brief han­delt es sich um Alia Abdel­noor Mohamed Abdel­noor, die in den Vere­inigten Ara­bis­chen Emi­rat­en eine zehn­jährige Haft­strafe ver­büßt. Sie hat Krebs im End­sta­di­um. Am 10. Jan­u­ar wurde sie wegen ihres schlecht­en Gesund­heit­szu­s­tands aus einem staatlichen Kranken­haus in das Tawam-Kranken­haus im Emi­rat Abu Dhabi ver­legt. Die Tod­kranke wird in Einzel­haft fest­ge­hal­ten und ist an ihr Kranken­haus­bett fixiert.

Bitte schreiben Sie Ihre Appelle möglichst sofort. Da Infor­ma­tio­nen in Med­ical Actions schnell an Aktu­al­ität ver­lieren kön­nen, bit­ten wir Sie, nach dem 11.04.2019 keine Appelle mehr zu ver­schick­en. Die E‑Mail Aktio­nen find­en Sie unter:

https://www.amnesty.de/mitmachen/urgent-action/medizinische-versorgung-verweigert‑2

https://www.amnesty.de/mitmachen/urgent-action/todkranke-gefangene-muss-freigelassen-werden

Hier kön­nen Sie den zweit­en Brief herunterladen:

Alia Abdel­noor Mohamed Abdel­noor Brief 1

Alia Abdel­noor Mohamed Abdel­noor HIntergrund

Vie­len Dank für Ihre Hilfe!

Share

Aktion Bahrain: Freilassung des politischen Gefangenen Dr. ‘Ali ‘Esa Mansoor al-‘Ekri

Bitte nehmen Sie an unser­er Aktion zur Freilas­sung von Dr. ‘Ali ‘Esa Man­soor al-‘Ekri teil. Die Aktion find­en Sie hier:

https://www.amnesty.ie/content/dr-ali-alekri-consultant-surgeon-prisoner-conscience

Den Brief an den König von Bahrain und seinen Innen­min­is­ter kön­nt ihr hier herun­ter­laden: 2016-03 open let­ter dr.ali al-ekri dt. uebersetzung

Die weit­eren Infor­ma­tio­nen kön­nt ihr hier lesen:

Dr. ‘Ali ‘Esa Man­soor al-‘Ekri ist ein Facharzt der Chirurgie, der eine fün­fjährige Gefäng­nis­strafe im Jaw-Gefäng­nis in Bahrain absitzt. Er ist ein poli­tis­ch­er Gefan­gener, auss­chließlich inhaftiert wegen der Ausübung seines Rechts auf Mei­n­ungs­frei­heit, Ver­samm­lung und Vereinigung.

Er trat seine fün­fjährige Haft­strafe am zweit­en Okto­ber 2012 an. Dr. al-Ekri wurde am Roy­al Col­lege of Sur­geons in Irland aus­ge­bildet und arbeit­ete dort im Tem­ple Street Kranken­haus und im Crumlin’s Kinderkrankenhaus.

Dr. ‘Ali ‘Esa Man­soor al-‘Ekri wurde am 17. März 2011 im Oper­a­tionssaal des Salmaniya Medi­zinkom­plex in Man­a­ma ver­haftet. ‘Ali ‘Esa Man­soor al-‘Ekri ist ein Spezial­ist für oper­a­tive, pädi­a­trische Orthopädie und wurde am Roy­al Col­lege of Sur­geons in Irland aus­ge­bildet. Er war ein­er von 48 Heil­beru­flern, die im März und April 2011 infolge großer Proteste an der al-Farooq Kreuzung (früher bekan­nt als der Perlen-Kreisverkehr) in der Haupt­stadt Man­a­ma festgenom­men wur­den. Die 48 Per­so­n­en waren haupt­säch­lich Sanitäter*innen, Pflegekräfte und Ärzt*innen aus dem al-Salmaniya Medi­zinkom­plex. Er wurde festgenom­men, weil er laut­stark die exzes­sive Gewalt gegenüber inter­na­tionalen Medi­en anprangerte, die von bewaffneten Kräften gegen friedliche Demon­stran­ten während der Proteste von Feb­ru­ar bis März 2011 angewen­det wor­den ist. 

Er wurde während sein­er Haft gefoltert. In ein­er Aus­sage, veröf­fentlicht im Okto­ber 2011, sagte er:

Während dieser Zeit [des Verhörs]wurde ich allen möglichen For­men der Folter aus­ge­set­zt: Schla­gen mit Met­all­stan­gen, Plas­tikschläuchen und Holzbret­tern, Treten, Faustschlä­gen und Schläge vor allem gegen den Kopf, Ohren und den Rück­en. Ich musste mir die Schreie ander­er Men­schen unter Folter anhören. Ich wurde mit Polizei­hun­den bedro­ht, die in meine Zelle gebracht wur­den, und sie zwan­gen mich das Bellen von Hun­den nachzuah­men, sie zwan­gen mich den Zel­len­bo­den zu leck­en, die Sohlen ihrer Schule und sie zwan­gen mich Fäkalien zu essen. 

Ich wurde auch sex­uell belästigt und mit Verge­wal­ti­gung bedro­ht… Ich wurde eine Woche lang vom Schlafen abge­hal­ten und jedes Mal, wenn ich meine Augen schloss, wurde ich von laut­en Schreien geweckt oder davon, dass jemand kaltes Wass­er über mich schüt­tete… Die Folter war so heftig, dass ich mehrere Male ver­suchte meinen Arm zu brechen oder meinen Kopf gegen die Wand zu schla­gen und dro­hte mich selb­st umzubrin­gen, aber ich hat­te damit keinen Erfolg… Ich wurde gezwun­gen den Besitz von Waf­fen zu „geste­hen“, Anführer ein­er Miliz zu sein und das Kranken­haus zu beset­zen. Am näch­sten Tag wurde das Ver­hör fort­ge­set­zt und ein neuer Vernehmungs­beamter kam, der mir dro­hte mich mit sein­er Pis­tole zu töten.“ 

In einem Artikel, der Anfang Okto­ber veröf­fentlicht wurde, schrieb ‘Ali ‘Esa Man­soor al-‘Ekri, dass er seine Oper­a­tions­fer­tigkeit ver­lerne und zu sein­er Arbeit zurück­kehren möchte, um Kinder zu behan­deln, da er in Bahrain gebraucht wird. 

Offen­er Brief der Heilberufler*innen

Amnesty Inter­na­tion­al glaubt, dass Aktivist*innen und darunter vor allem Heilberufler*innen eine bedeu­tende Rolle spie­len kön­nen, um gegen die Inhaftierung von ‘Ali ‘Esa Man­soor al-‘Ekri aufzutreten, weil er ver­let­zte, friedliche Demon­stran­ten behan­delt und die Gewalt gegen sie kri­tisiert hat.

Wir haben einen offe­nen Brief veröf­fentlicht, den hof­fentlich möglichst viele Unterstützer*innen unterze­ich­nen. Dieser Brief ver­langt ‘Ali ‘Esa Man­soor al-‘Ekris sofor­tige und bedin­gungslose Ent­las­sung. Wir wer­den diesen Brief öffentlich ver­wen­den, um Aufmerk­samkeit für seine Sit­u­a­tion zu gewin­nen, neben dem direk­ten Versenden an die Behör­den Bahrains.

Bitte sehen Sie sich den offe­nen Brief an. 

Wir fordern Aktivist*innen, ins­beson­dere Heilberufler*innen und medi­zinis­che Insti­tu­tio­nen auf ‘Ali ‘Esa Man­soor al-‘Ekris direk­te Ent­las­sung durch das Anschreiben der Behör­den Bahrains zu fordern.

Bei weit­eren Fra­gen schreiben Sie bitte an smurphy@amnesty.ie.

englis­che Quelle der irischen Sek­tion von Amnesty International:

https://www.amnesty.ie/content/open-letter-dr-ali-al-ekri-medical-professionals

 

 

Share

Folgemeldungen zu drei Medical Actions diesen Jahres

Liebe Fre­undin­nen und Fre­unde des Amnesty-Aktion­snet­zes Heilberufe,

da das Ende des Jahres naht, haben wir recher­chiert, ob es erwäh­nenswerte Entwick­lun­gen von Fällen gab, die wir dieses Jahr als Eilak­tio­nen hat­ten. Drei haben wir dabei gefunden.

Anfang April hat­ten wir einen Fall aus Pakistan.
Moham­mad Asghar — seit 2000 an Schiz­o­phre­nie lei­dend — wurde 2010 festgenom­men und auf Grund­lage der Blas­phemiege­set­ze zum Tode verurteilt. In Haft bekommt er keine aus­re­ichende medi­zinis­che Versorgung.
Hierzu gab es eine Reak­tion der Regierung auf die Appellschreiben, in der sie ihre Entschei­dung als der gel­tenden indis­chen Recht­slage entsprechend recht­fer­ti­gen. Ash­gars Gesund­heit sei von Senior Med­ical Offi­cers als zufrieden­stel­lend eingeschätzt worden.
Im Okto­ber meldete Amnesty Fol­gen­des: “Der in Pak­istan inhaftierte Moham­mad Asghar ist am 25. Sep­tem­ber 2014 von einem Gefäng­niswärter angeschossen und schw­er ver­let­zt wor­den. Er wird derzeit im Kranken­haus behan­delt und ist außer Lebens­ge­fahr. Seine Rechts­beistände fürcht­en jedoch nach wie vor, dass er getötet wer­den kön­nte. Der Gefäng­niswärter ist von den lokalen Behör­den festgenom­men und wegen ver­sucht­en Mordes angeklagt wor­den. Acht weit­ere Gefängniswärter_innen sind vom Dienst sus­pendiert worden.”
http://www.amnesty.de/urgent-action/ua-023‑2014‑2/gefangener-von-gefaengniswaerter-angeschossen

Im Mai behan­del­ten wir einen Fall aus Ägypten.
Mohamed Soltan, Sohn eines bekan­nten Mit­glieds der Mus­lim­brud­er­schaft und seit August 2013 inhaftiert, befind­et sich seit dem 26. Jan­u­ar im Hunger­streik. Sein Gesund­heit­szu­s­tand ver­schlechtert sich rapide.
Eben­so im Okto­ber meldete Amnesty: “Der inhaftierte Mohamed Soltan wurde am 7. Okto­ber ins Kranken­haus ein­geliefert, nach­dem sich sein Gesund­heit­szu­s­tand drastisch ver­schlechtert hat. Er befind­et sich seit acht Monat­en im Hunger­streik.” http://www.amnesty.de/urgent-action/ua-128‑2014‑1/gefangener-kritischem-zustand

Im Sep­tem­ber hat­ten wir einen Fall aus Bahrain für euch.
Der gewalt­lose poli­tis­che Gefan­gene ‘Abdul­ha­di Al-Khawa­ja, ein­er der 13 bekan­nten inhaftierten Oppo­si­tionellen in Bahrain, ist am 25. August aus Protest gegen seine willkür­liche Fes­t­nahme und Inhaftierung in den Hunger­streik getreten. Sein Gesund­heit­szu­s­tand dro­ht sich zu verschlechtern.
Amnestys Mel­dung wiederum im Okto­ber dazu: “Am 23. Sep­tem­ber hat er den Hunger­streik nach 30 Tagen der Nahrungsver­weigerung been­det. Seine Fam­i­lie kon­nte ihn am 6. Okto­ber im Gefäng­nis besuchen und die Ärzt_innen seien zuver­sichtlich, dass sich sein niedriger Blut­druck mit weit­er­er Gewicht­szu­nahme sta­bil­isieren werde.”
http://www.amnesty.de/urgent-action/ua-166‑2014‑1/oppositioneller-beendet-hungerstreik

Alles Gute und viele Grüße

Euer Aktion­snsetz

Share

Zwei Medical Actions — Bahrain und China

Liebe Fre­undin­nen und Fre­unde des Amnesty-Aktion­snet­zes Heilberufe,
 
heute bekommt ihr zwei Med­ical Actions zum Unter­schreiben und Wegschicken:
 
Liu Ping ist eine gewalt­lose poli­tis­che Gefan­gene, der die medi­zinis­che Ver­sorgung ihrer chro­nis­chen Diar­rhoe und von Magen­schmerzen ver­weigert wird. Sie wurde nur auf­grund ihrer Aktiv­itäten im New Citizen’s Move­ment inhaftiert. Bitte schickt diese Briefe bis zum 15. Okto­ber ab oder sendet eine Email über
 
 
Der gewalt­lose poli­tis­che Gefan­gene ‘Abdul­ha­di Al-Khawa­ia ist ein­er der 13 bekan­nten inhaftierten Oppo­si­tionellen in Bahrain. Er ist am 25. August aus Protest gegen seine willkür­liche Fes­t­nahme und Inhaftierung in den Hunger­streik getreten. Sein Gesund­heit­szu­s­tand dro­ht sich zu ver­schlechtern. Briefe zu seinem Fall bitte schon bis zum 10. Okto­ber abschick­en oder gle­ich hier unterschreiben
 
 
Vie­len Dank für Eure Hil­fe und die besten Grüße vom Aktionsnetz

 

Hin­ter­grund­in­fos

Chi­na Brief 1

Chi­na Brief 2

Bahrain Brief 2

Bahrain Brief 1

Share