Schlagwort-Archive: Chile

Colonia Dignidad“ – Eine Gemeinschaft wird zum Patienten

Im Rah­men der Herb­st­ta­gung des Aktion­snet­zes der Heil­berufe von ai vom 21. – 22. Okto­ber 2006 in Ham­burg fand eine Podi­ums­diskus­sion zu der aktuellen Sit­u­a­tion der ehe­ma­li­gen „Colo­nia Dig­nidad“ in Chile statt.

Hier kön­nen Sie einen kurzen Bericht zu der Ver­anstal­tung lesen:

2006 Heckl, U. Colo­nia Dig­nidad herb­st­ta­gung 2006
Auf dem Podi­um disku­tieren Wolf­gang Kneese, ehe­ma­liger Bewohn­er der Kolonie und Vor­sitzen­der des Vere­ins “Flügelschlag”, der sich für miss­brauchte Kindern der “Colo­nia Dignidad”
engagiert, Pas­tor Hel­mut Frenz, der 1977 Gen­er­alsekretär der deutschen Sek­tion von amnesty inter­na­tion­al war, als die Sek­te ihren Prozess gegen ai begann und der Psy­chi­ater Prof. Niels Bie­der­mann, der vom Auswär­ti­gen Amt den Auf­trag bekam, ein  psy­chother­a­peutis­ches Betreu­ung­spro­gramm für die Bewohn­er der ehe­ma­li­gen “Colo­nia Dig­nidad ” zu erarbeiten.

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Geschichten in Händen Zeugenbericht von der Begleitung der Opfer schwerer Menschenrechtsverletzungen in Lateinamerika

Hier kön­nen Sie den Artikel “Geschicht­en in Hän­den Zeu­gen­bericht von der Begleitung der Opfer schw­er­er Men­schen­rechtsver­let­zun­gen in Lateinameri­ka” von Car­los Martín Beris­tain aus dem Jahr 2006 herunterladen:

n2006beristain

Der Aritkel erschien auch in: Zeitschrift für Poli­tis­che Psy­cholo­gie, Jg. 14, 2006, Nr. 1+2, S. 33–48

Die Zusam­men­fas­sung des Texts kön­nen Sie hier lesen:

Der Artikel basiert auf Erfahrun­gen aus der psy­chosozialen Arbeit mit Opfern und Über­leben­den von Men­schen­rechtsver­let­zun­gen in ver­schiede­nen Län­dern Lateinamerikas. Er zeigt auf, dass der Bei­s­tand als ein Werkzeug zu ver­ste­hen ist, sich dem Schmerz zu stellen, aber auch einen Beitrag leis­ten kann im Kampf der Men­schen gegen die Ursachen des Lei­dens. Im Einzel­nen wer­den analysiert, inwiefern die Unter­stützung der Opfer auf ihre Beurteilung der Wirkung der Men­schen­rechtsver­let­zun­gen Ein­fluss hat, wobei die Gefahr ver­mieden wer­den soll, dass sie erneut zu Opfern wer­den. Zweit­ens unter­sucht der Artikel den Wert von Zeu­ge­naus­sagen und Stim­men der Opfer in den Prozessen der Wieder­her­stel­lung des sozialen Lebens. Im Weit­eren wer­den die Berück­sich­ti­gung indi­vidu­eller und kollek­tiv­er Erfahrun­gen behan­delt sowie die Infragestel­lung indi­vid­u­al­is­tis­ch­er Herange­hensweisen hin­sichtlich der Kon­fronta­tion mit sozialen und poli­tis­chen Prob­le­men. Der Artikel beleuchtet zudem den Beitrag der Opfer und Über­leben­den von Men­schen­rechtsver­let­zun­gen im Kampf um Gerechtigkeit und die Her­aus­forderun­gen an Psy­chologIn­nen und Medi­ziner­In­nen in diesem Begleitprozess.

His­to­ries in Car­ing Hands
A Witness’s Report on the Sup­port of Vic­tims of Severe Human Rights Vio­la­tions in Latin America.

The arti­cle is based on expe­ri­ences from the psy­cho­log­i­cal and social work with vic­tims and sur­vivals of human rights vio­la­tions in dif­fer­ent coun­tries in South Amer­i­ca. It shows that the „sup­port“ can be used as a tool to con­front the pain but also helps the peo­ple in their bat­tle against the caus­es of their suf­fer­ing. Specif­i­cal­ly it ana­lyzes its con­tri­bu­tion to the eval­u­a­tion of the impact of these vio­la­tions, avoid­ing the risk of sec­ondary vic­tima­ti­za­tion. The arti­cle describes also the val­ue of tes­ti­monies and voic­es from vic­tims in the process for the recon­struc­tion of social nets. It ana­lyzes the con­sid­er­a­tion of indi­vid­ual and col­lec­tive expe­ri­ences and the ques­tion­ing of the indi­vid­ual approach­es to con­front social and polit­i­cal prob­lems. In addi­tion it explains the con­tri­bu­tion of vic­tims and sur­vivals to the fight for jus­tice and the chal­lenges that are faced by psy­chol­o­gists and med­ical pro­fes­sion­als in rela­tion to the process of accompaniment.

His­to­rias entre las manos
Un tes­ti­mo­nio de acom­pañamien­to a las víctimas

Este artícu­lo se basa en la expe­ri­en­cia de tra­ba­jo psi­coso­cial con víc­ti­mas y sobre­vivientes de vio­la­ciones de dere­chos humanos en var­ios país­es de Améri­ca Lati­na. Plantea apoyo es una her­ramien­ta para enfrentar el dolor pero tam­bién con­tribuye a la lucha de la gente con­tra las causas del sufrim­ien­to. Especí­fi­ca­mente se anal­iza su con­tribu­ción a la eval­u­ación del impacto de dichas vio­la­ciones evi­tan­do el ries­go de la vic­tim­ización secun­daria; el val­or del tes­ti­mo­nios y de las voces de las víc­ti­mas en los pro­ce­sos de recon­struc­ción del teji­do social.; la con­sid­eración de la expe­ri­en­cia indi­vid­ual y colec­ti­va, y el cues­tion­amien­to de los enfo­ques indi­vid­u­al­is­tas para enfrentar prob­le­mas de causa social y políti­ca; la con­tribu­ción de las víc­ti­mas y sobre­vivientes de vio­la­ciones de dere­chos humanos en la lucha por la jus­ti­cia; y los desafíos que supone para la psi­cología y los pro­fe­sion­ales de salud este pro­ce­so de acompañamiento.

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Vinculo Comprometido” — der Bezug auf die Menschenrechte als therapeutische Strategie bei politisch Traumatisierten

Hier kön­nen Sie den Beitrag der Inter­net­zeitung ““Vin­cu­lo Com­pro­meti­do” — der Bezug auf die Men­schen­rechte als ther­a­peutis­che Strate­gie bei poli­tisch Trau­ma­tisierten” aus dem Jahr 2002 von Frei­hart Regen­er herunterladen:

2002 vin­cu­lo_­com­pro­meti­do-reg­n­er men­schen­rechte ther­ap strategie

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Berufsethik in Krisenzeiten. Ärzte und Psychologen unter der Militärdiktatur in Südamerika

Hier kön­nen Sie den Artikel “Beruf­sethik in Krisenzeiten.
Ärzte und Psy­cholo­gen unter der Mil­itärdik­tatur in Südameri­ka” von Hora­cio Riquelme U. aus dem Jahr 2000 herunterladen:

2001 ärzte psy­cholo­gen mil­itärdik­tatur suedameri­ka Riquelme

Dieser Artikel erschien auch in: Zeitschrift für Poli­tis­che Psy­cholo­gie, Jg. 8, 2000, Nr. 4, und Jg. 9, 2001, Nr. 1, S. 361 — 379

Die Zusam­men­fas­sung des Texts kön­nen Sie hier lesen:

Während der Mil­itärdik­taturen in Südameri­ka stand oft die Tätigkeit von Ärzten und Psy­cholo­gen im Kon­flik­t­feld zwis­chen Men­schen­recht­en, beru­flich­er Ethik, insti­tu­tionell-admin­is­tra­tiv­en Repres­sio­nen und staatlichen Erwartun­gen und Sank­tio­nen. Einige Mit­glieder dieser Pro­fes­sio­nen stell­ten ihr fach­lich­es Wis­sen dem Repres­sion­sap­pa­rat zur Ver­fü­gung, andere lehn­ten sich dage­gen auf und sucht­en neue Wege, indi­vidu­ell wie öffentlich gegen Men­schen­rechtsver­brechen vorzuge­hen. Eine quel­len­be­zo­gene und durch Feld­forschung ergänzte Unter­suchung über Hand­lungs­be­din­gun­gen beru­flich­er Ethik unter total­itär­er Herrschaft in Argen­tinien, Chile und Uruguay wurde 1990–1995 durchge­führt. Der Beitrag zeich­net die zen­tralen Aspek­te der Wech­sel­wirkung von beru­flich­er Tätigkeit und Men­schen­recht­en in repres­siv­en Reg­i­men am Beispiel Argen­tiniens, Chiles und Uruguays nach. Die Ver­strick­ung von Ärzten und Psy­cholo­gen in Maß­nah­men der Unter­drück­ung, aber auch der Wahrung ethis­ch­er Werte in Krisen­zeit­en wer­den anhand von Fall­beispie­len dargestellt.

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