Schlagwort-Archive: Deutschland

Menschenrechtlich kritische Verschärfung des bayerischen Psych KHGs geplant

Liebe Leser*innen,

wir möcht­en euch auf die geplante, men­schrechtlich sehr kri­tisch zu sehende Ver­schär­fung des bay­erischen Psych KHGs hinweisen.

Hier eine inhaltlich aus­führliche Stel­lung­nahme der DGPPN hierzu:

https://www.dgppn.de/presse/stellungnahmen/stellungnahmen-2018/baypsychkhg.html

euer Aktion­snetz Heilberufe

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Bundesverfassungsgericht fordert Einführung eines dritten Geschlechts

Liebe Leser*innen,

wir freuen uns über die Entschei­dung des Bun­desver­fas­sungs­gerichts ein drittes Geschlecht für den Ein­trag ins Geburten­reg­is­ter und die damit zusam­men­hän­gen­den Per­so­n­en­dat­en zu fordern.

Das ZDF berichtet HIER über die pos­i­tive Beurteilung dieser Entschei­dung durch die deutsche Sek­tion von Amnesty International.

Aus der Sicht unser­er Theko ist die Entschei­dung des Bun­desver­fas­sungs­gerichts ein Schritt in die richtige Rich­tung zur Anerken­nung der Rechte inter­sex­ueller Menschen.

Wir möcht­en auf die in diesem Bere­ich speziell engagierte The­menko­gruppe “queer­amnesty” aufmerk­sam machen, die ihr HIER find­en kön­nt. Und HIER find­et ihr das State­ment von Anja Liebig, Exper­tin für Men­schen­rechte von LGBTI in der deutschen Sek­tion von Amnesty Inter­na­tion­al. Den Bericht über die Men­schen­recht­slage von inter­sex­uellen Men­schen in Deutsch­land find­et ihr HIER auf unser­er Seite.

Entsprechende Berichte über die Entschei­dung kön­nt ihr zum Beispiel in DER SPIEGEL Online, die Zeit und der Sued­deutschen Zeitung nach­le­sen.

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Neuer Bericht über Menschenrechtsverletzungen an intergeschlechtlichen Kindern

Hal­lo liebe Leser*innen,

wir möcht­en euch auf den Research­bericht über Men­schen­rechtsver­let­zun­gen an intergeschlechtlichen Kindern  in Deutsch­land und Däne­mark hin­weisen. Diesem Bericht ging ein entsprechen­der Antrag auf der Jahresver­samm­lung in Dres­den vor zwei Jahren voraus.

HIER kön­nt ihr den Bericht herunterladen.

HIER kön­nt ihr den Artikel “Zurecht­geschnit­ten” aus dem kom­menden Amnesty-Jour­nal Juni/Juli 2017 lesen.

Ihr kön­nt hier den Bericht auch direkt herunt­laden: Amnesty-Bericht-Intergeschlechtlichkeit-Deutsch­land­Daen­e­mark-Mai2017

HIER kön­nt ihr die entsprechende Pressemit­teilung des Ärzteblatts lesen.

Hier der Begleit­text zur Berichtveröffentlichung:

10. Mai 2017 — “Nor­mal­isierende” Behand­lun­gen von Men­schen mit Vari­a­tio­nen der Geschlechtsmerk­male ver­stoßen gegen Rechte auf Gesund­heit und auf Selb­st­bes­tim­mung. Eltern und Betrof­fene wer­den nicht aus­re­ichend informiert und unter­stützt. Dies doku­men­tiert ein aktueller Amnesty-Bericht.

Men­schen, die in Deutsch­land mit ein­er Vari­a­tion der Geschlechtsmerk­male zur Welt kom­men, wer­den häu­fig als Kinder oder Jugendliche operiert oder hor­monellen Behand­lun­gen unter­zo­gen. Diese Ein­griffe sind unumkehrbar und kön­nen langfristige kör­per­liche und seel­is­che Fol­gen haben. Dies beschreibt der Amnesty-Bericht “Zum Wohle des Kindes? — Men­schen­rechtsver­let­zun­gen an intergeschlechtlichen Kindern in Deutsch­land und Däne­mark”. Amnesty führte ins­ge­samt rund 70 Inter­views mit Betrof­fe­nen und Aktivist_innen sowie mit Eltern, Ärzt_innen und Expert_innen.

Wenn Kinder ein­er Gen­i­tal­op­er­a­tion oder anderen Behand­lun­gen unter­zo­gen wer­den, so kann dies schwere kör­per­liche und seel­is­che Schä­den nach sich ziehen. Wer­den diese Behand­lun­gen ohne akute medi­zinis­che Notwendigkeit vorgenom­men, ver­stoßen sie gegen inter­na­tionale Men­schen­rechts­stan­dards wie die Rechte auf Gesund­heit und auf Selb­st­bes­tim­mung”, sagt Maja Liebing, Exper­tin für die Rechte von intergeschlechtlichen Men­schen bei Amnesty Inter­na­tion­al in Deutsch­land. Betrof­fene und Eltern berichteten Amnesty von wiederkehren­den Schmerzen und psy­chis­chen Problemen.

Die Auswirkun­gen dieser Ein­griffe sind bish­er kaum wis­senschaftlich unter­sucht: “In der Prax­is empfehlen Ärzt_innen den Eltern häu­fig Gen­i­tal­op­er­a­tio­nen, um die Kinder zu ’nor­mal­isieren’. Dabei wer­den die Eltern nur unzure­ichend über Meth­o­d­en und Fol­gen der Oper­a­tion informiert oder psy­chol­o­gisch unter­stützt”, so Liebing. Vie­len Betrof­fe­nen fehlen auch im Erwach­se­nenal­ter die notwendi­gen Infor­ma­tio­nen über die vorgenomme­nen Ein­griffe. “Wenn Ver­jährungs­fris­ten abge­laufen sind und rel­e­vante Infor­ma­tio­nen fehlen, ist es fast unmöglich, eine Entschädi­gung für die erfahre­nen Men­schen­rechtsver­let­zun­gen einzu­fordern”, kri­tisiert Liebing.

Zwar gibt es gute Leitlin­ien für die Behand­lung von Men­schen mit Vari­a­tio­nen der Geschlechtsmerk­male, diese sind jedoch nicht verbindlich genug,” so Liebing weit­er. “Amnesty fordert die Bun­desregierung deshalb auf, dies zu ändern und somit sicherzustellen, dass mit Aus­nahme von Not­fall­be­hand­lun­gen keine Ein­griffe durchge­führt wer­den. Jede Behand­lung sollte wenn möglich aufgeschoben wer­den, bis das Kind die Reife besitzt, um über seinen Kör­p­er mitzuentscheiden.”

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iRefugee App zur Unterstützung von Flüchtlingen im Behördenalltag

Liebe Fre­undin­nen und Fre­unde des Amnesty-Aktion­snetz Heilberufe,

wir möcht­en euch auf eine App eines pri­vat­en Anbi­eters hin­weisen, die mit Mehrsprachigkeit, Not­fall­funk­tion, Über­set­zungsmod­ul für fün­fzehn Sprachen und hohem Ver­schlüs­selungs­stan­dard. Die App­lika­tion ist aktuell kostenlos.

Hier kön­nt ihr weit­ere Infor­ma­tio­nen sehen und find­et die Links zum Google Play Store und Apple App Store. 

Hier klick­en für die Mel­dung des Ärzteblatts.

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Hilfs-App “RefuShe” für geflüchtete Frauen in Deutschland

Hal­lo liebe Leser*innen,

wir möcht­en euch auf fol­gen­des Fea­ture aufmerk­sam machen: Die Hil­fs-App  “RefuShe” wurde von der Lan­desregierung NRW entwick­elt und auch vom Flüchtlingsrat NRW emp­fohlen. Die App wurde in Zusam­me­nar­beit mit Flüchtlin­gen entwick­elt, ist in Deutsch, Englisch, Ara­bisch, Kur­disch, Paschtu ver­füg- und im Google Play Store herun­ter­lad­bar. Aus der Beschrei­bung des Min­is­terums: “Um die Infor­ma­tio­nen leicht ver­ständlich darzustellen, wer­den unter anderem Videos einge­set­zt, die Grun­drechte wie Gewalt­frei­heit und Gle­ich­berech­ti­gung erk­lären. The­ma­tisiert wird beispiel­sweise Selb­st­bes­tim­mung, der Umgang mit Sex­u­al­ität in Deutsch­land, und dass jed­er Men­sch hier seinen indi­vidu­ellen Lebensstil ver­wirk­lichen kann, so lange nie­mand anders deswe­gen in seinen Recht­en eingeschränkt wird. Außer­dem bietet die App von Gewalt betrof­fe­nen oder bedro­ht­en Frauen Kon­tak­t­dat­en von Frauen­ber­atungsstellen und Hil­feein­rich­tun­gen sowie Notrufnum­mern. Eine Nav­i­ga­tions­funk­tion führt die Nutzerin­nen zu Beratungsstellen in ihrer Nähe.”

Hier die Seite des Min­is­teri­ums für Gesund­heit, Emanzi­pa­tion, Pflege und Alter NRW:

https://www.land.nrw/de/pressemitteilung/ministerin-steffens-bundesweit-einzigartige-app-refushe-unterstuetzt-integration

Die PM des Flüchtlingsrats NRW:

http://www.frnrw.de/themen-a‑z/artikel/f/r/app-refushe-fuer-gefluechetete-frauen-mgepa-2016.html

Bericht des WDR:

http://www1.wdr.de/nachrichten/landespolitik/fluechtlinge-app-refushe-100.html

Euer Amnesty-Aktion­snetz Heilberufe

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