Schlagwort-Archive: DR Kongo

Kongolesischer Arzt erhält Sacharow-Preis für Behandlung von Vergewaltigungsopfern

Hal­lo liebe Interessent*innen des Aktionsnetzes,

das Europa­parla­ment hat den diesjähri­gen Sacharow­preis für geistige Frei­heit (auch Men­schen­recht­spreis der Europäis­chen Union) an den kon­gole­sis­chen Arzt Denis Muk­wege ver­liehen. Er erhielt bere­its let­ztes Jahr für seine Ver­di­en­ste den alter­na­tiv­en Nobel­preis (Right Liveli­hood Award).

Wir haben für euch einen Press­espiegel über Muk­wege und seine Arbeit zusammengestellt:

Ver­lei­hung des Sacharow­preis­es an Mukwege:

Afrikanis­ch­er Fraue­narzt Sacharow-Preisträger des Europa­parla­ments (Deutsches Ärzteblatt, 22.10.2014)

Denis Muk­wege: win­ner of Sakharov Price 2014 (Euro­pean Par­lia­ment, 21.10.2014)

Denis Muk­wege, an African Voice Against Rape, Is Hon­ored by Europe (N.Y. Times, 22.10.2014)

Sacharow-Preis der Europäis­chen Union: Afrikanis­ch­er Fraue­narzt Muk­wege geehrt (Spiegel-Online, 21.10.2014)

Ver­lei­hung des Alter­na­tiv­en Nobel­preis­es an Mukwege:

Kon­gole­sis­ch­er Arzt Denis Muk­wege erhält Alter­na­tiv­en Nobel­preis (27.09.2013)

Bekan­nt­gabe der Ehrung durch den Richt Liveli­hood Award selb­st (2013)

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Eine Armee entläßt ihre traumatisierten Kindersoldaten in eine ungewisse Zukunft

Hier kön­nen Sie den Artikel “Eine Armee entläßt ihre trau­ma­tisierten Kinder­sol­dat­en in eine ungewisse Zukun­ft” von Dr. Ulrike Heckl aus dem Jahr 1999 herunterladen:

1999 kinder­sol­dat­en traumatisierung

Die Zusam­men­fas­sung des Texts kön­nen Sie hier lesen:

An vie­len Kriegss­chau­plätzen der Welt wer­den Kinder, Jun­gen wie auch Mäd­chen, für die Inter­essen der kriegführen­den Parteien funk­tion­al­isiert und unter Gewal­tan­wen­dung und oft auch unter Dro­gen zum Töten gezwun­gen. So wer­den sie nicht nur zu Opfern, son­dern auch zu Tätern gemacht. Nicht immer kön­nen diese trau­ma­tis­chen Erfahrun­gen, die zu ein­er fun­da­men­tal­en Erschüt­terung des Selb­st- und des Weltver­ständ­niss­es führen, in der Fam­i­lie oder Gemein­schaft aufge­fan­gen wer­den. Für eine Resozial­isierung dieser kriegstrau­ma­tisierten Kinder müssen Wege gesucht und gefun­den wer­den, die es ihnen ermöglichen, aus ihrem Trau­ma her­auszufind­en, ohne es zu negieren, damit sie ler­nen kön­nen, ihr Selb­st­wert­ge­fühl zu rekon­stru­ieren. Unter der Leitung des Psy­cholo­gen Boia Efraime Junior wurde in Mosam­bik das Pro­jekt „Recon­stru­in­do a Esper­anΧa“ aufge­baut, das dem kul­turellen Kon­text wie auch den gesellschaftlichen Bedin­gun­gen Rech­nung trägt und eine Zusam­me­nar­beit von Psy­cholo­gen, Ärzten und tra­di­tionellen Heil­ern erprobt. Das Zusam­men­wirken der von außen hereinge­tra­ge­nen west­lichen Psy­cholo­gie und der afrikanis­chen Heilkun­st als lokales Behand­lungssys­tem, soll den entwurzel­ten Kindern helfen, ihr seel­is­ches Gle­ichgewicht wieder zu erlangen.

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