Schlagwort-Archive: Folter

Prof. Dr. Şebnem Korur Fincancı von Physicians for Human Rights geehrt

Liebe Leser*innen,

die Men­schen­recht­sor­gan­i­sa­tion Physi­cians for Human Rights (PHR; NY, USA) hat bei sein­er jährlichen Spenden­gala Prof. Dr. Seb­nem Korur Fin­can­ci, Präsi­dentin der Human Rights Foun­da­tion of TurkeyTürkiye Insan Hak­lari Vak­fi (HRFT/TIHV) für ihre Arbeit geehrt. Aktuell ist sie in einem von vie­len Seit­en kri­tisierten Prozess in der Türkei angeklagt. Sie ist Mitau­torin der Anti-Folterkon­ven­tion “Istan­bul-Pro­tokoll” und Jahrzehnte in der Men­schen­rechts­be­we­gung aktiv.

Hier die Pressemit­teilung der PHR

Hier die Web­site der HRFT/TIHV.

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Medical Action Juni 2018: Turkmenistan

Sehr geehrte Damen und Her­ren, liebe Fre­undin­nen und Fre­unde des Amnesty-Aktion­snet­zes Heilberufe,
heute bekom­men Sie eine Med­ical Action aus Turk­menistan. Im Anhang find­en Sie eine Zusam­men­fas­sung der Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen, sowie einen Brief.

Mansur Min­gelov wurde 2012 in einem unfairen Ver­fahren, das als Vergel­tungs­maß­nahme für seine Beschw­er­den über Folter in Polizeige­wahrsam gese­hen wer­den kann, zu 22 Jahren Haft verurteilt. Er hat sich im Gefäng­nis mit Tuberku­lose infiziert und ist schw­er krank. Er muss umge­hend und bedin­gungs­los freige­lassen werden.

Bitte schreiben Sie Ihre Appelle möglichst sofort. Da Infor­ma­tio­nen in Med­ical Actions schnell an Aktu­al­ität ver­lieren kön­nen, bit­ten wir Sie, nach dem 23.08.2018 keine Appelle mehr zu ver­schick­en. Die E‑Mail Aktion find­en Sie unter
https://www.amnesty.de/mitmachen/urgent-action/kranken-menschenrechtler-freilassen
Hier die Hin­ter­grund­in­fos und die Briefvorlage:
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Amnesty-Menschenrechtspreis 2018 an Nadeem-Zentrum in Ägypten

Liebe Leser*innen,

wir möcht­en euch auf die diesjähri­gen Preisträger*innen des Amnesty-Men­schen­recht­spreis 2018 aufmerk­sam machen, das Nadeem-Zen­trum in Ägypten. Preisträgerin­nen sind die vier Lei­t­erin­nen des Zen­trums, die seit zwanzig Jahren Folter doku­men­tieren und Folterüber­lebende medi­zinisch und psy­chol­o­gisch unterstützen.

Jan­u­ary 6, 2018- Cairo, Egypt : Founders of the Nadeem Cen­ter. (Dana Smillie/Polaris) ///
Nadeem Cen­ter

Hier kön­nt ihr genaueres über die diesjähri­gen Preisträger erfahren (bitte auf diesen Satz klicken).

Ein Bericht über die diesjähri­gen Preisträger in der Süd­deutschen (bitte auf diesen Satz klicken).

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Aktion Bahrain: Freilassung des politischen Gefangenen Dr. ‘Ali ‘Esa Mansoor al-‘Ekri

Bitte nehmen Sie an unser­er Aktion zur Freilas­sung von Dr. ‘Ali ‘Esa Man­soor al-‘Ekri teil. Die Aktion find­en Sie hier:

https://www.amnesty.ie/content/dr-ali-alekri-consultant-surgeon-prisoner-conscience

Den Brief an den König von Bahrain und seinen Innen­min­is­ter kön­nt ihr hier herun­ter­laden: 2016-03 open let­ter dr.ali al-ekri dt. uebersetzung

Die weit­eren Infor­ma­tio­nen kön­nt ihr hier lesen:

Dr. ‘Ali ‘Esa Man­soor al-‘Ekri ist ein Facharzt der Chirurgie, der eine fün­fjährige Gefäng­nis­strafe im Jaw-Gefäng­nis in Bahrain absitzt. Er ist ein poli­tis­ch­er Gefan­gener, auss­chließlich inhaftiert wegen der Ausübung seines Rechts auf Mei­n­ungs­frei­heit, Ver­samm­lung und Vereinigung.

Er trat seine fün­fjährige Haft­strafe am zweit­en Okto­ber 2012 an. Dr. al-Ekri wurde am Roy­al Col­lege of Sur­geons in Irland aus­ge­bildet und arbeit­ete dort im Tem­ple Street Kranken­haus und im Crumlin’s Kinderkrankenhaus.

Dr. ‘Ali ‘Esa Man­soor al-‘Ekri wurde am 17. März 2011 im Oper­a­tionssaal des Salmaniya Medi­zinkom­plex in Man­a­ma ver­haftet. ‘Ali ‘Esa Man­soor al-‘Ekri ist ein Spezial­ist für oper­a­tive, pädi­a­trische Orthopädie und wurde am Roy­al Col­lege of Sur­geons in Irland aus­ge­bildet. Er war ein­er von 48 Heil­beru­flern, die im März und April 2011 infolge großer Proteste an der al-Farooq Kreuzung (früher bekan­nt als der Perlen-Kreisverkehr) in der Haupt­stadt Man­a­ma festgenom­men wur­den. Die 48 Per­so­n­en waren haupt­säch­lich Sanitäter*innen, Pflegekräfte und Ärzt*innen aus dem al-Salmaniya Medi­zinkom­plex. Er wurde festgenom­men, weil er laut­stark die exzes­sive Gewalt gegenüber inter­na­tionalen Medi­en anprangerte, die von bewaffneten Kräften gegen friedliche Demon­stran­ten während der Proteste von Feb­ru­ar bis März 2011 angewen­det wor­den ist. 

Er wurde während sein­er Haft gefoltert. In ein­er Aus­sage, veröf­fentlicht im Okto­ber 2011, sagte er:

Während dieser Zeit [des Verhörs]wurde ich allen möglichen For­men der Folter aus­ge­set­zt: Schla­gen mit Met­all­stan­gen, Plas­tikschläuchen und Holzbret­tern, Treten, Faustschlä­gen und Schläge vor allem gegen den Kopf, Ohren und den Rück­en. Ich musste mir die Schreie ander­er Men­schen unter Folter anhören. Ich wurde mit Polizei­hun­den bedro­ht, die in meine Zelle gebracht wur­den, und sie zwan­gen mich das Bellen von Hun­den nachzuah­men, sie zwan­gen mich den Zel­len­bo­den zu leck­en, die Sohlen ihrer Schule und sie zwan­gen mich Fäkalien zu essen. 

Ich wurde auch sex­uell belästigt und mit Verge­wal­ti­gung bedro­ht… Ich wurde eine Woche lang vom Schlafen abge­hal­ten und jedes Mal, wenn ich meine Augen schloss, wurde ich von laut­en Schreien geweckt oder davon, dass jemand kaltes Wass­er über mich schüt­tete… Die Folter war so heftig, dass ich mehrere Male ver­suchte meinen Arm zu brechen oder meinen Kopf gegen die Wand zu schla­gen und dro­hte mich selb­st umzubrin­gen, aber ich hat­te damit keinen Erfolg… Ich wurde gezwun­gen den Besitz von Waf­fen zu „geste­hen“, Anführer ein­er Miliz zu sein und das Kranken­haus zu beset­zen. Am näch­sten Tag wurde das Ver­hör fort­ge­set­zt und ein neuer Vernehmungs­beamter kam, der mir dro­hte mich mit sein­er Pis­tole zu töten.“ 

In einem Artikel, der Anfang Okto­ber veröf­fentlicht wurde, schrieb ‘Ali ‘Esa Man­soor al-‘Ekri, dass er seine Oper­a­tions­fer­tigkeit ver­lerne und zu sein­er Arbeit zurück­kehren möchte, um Kinder zu behan­deln, da er in Bahrain gebraucht wird. 

Offen­er Brief der Heilberufler*innen

Amnesty Inter­na­tion­al glaubt, dass Aktivist*innen und darunter vor allem Heilberufler*innen eine bedeu­tende Rolle spie­len kön­nen, um gegen die Inhaftierung von ‘Ali ‘Esa Man­soor al-‘Ekri aufzutreten, weil er ver­let­zte, friedliche Demon­stran­ten behan­delt und die Gewalt gegen sie kri­tisiert hat.

Wir haben einen offe­nen Brief veröf­fentlicht, den hof­fentlich möglichst viele Unterstützer*innen unterze­ich­nen. Dieser Brief ver­langt ‘Ali ‘Esa Man­soor al-‘Ekris sofor­tige und bedin­gungslose Ent­las­sung. Wir wer­den diesen Brief öffentlich ver­wen­den, um Aufmerk­samkeit für seine Sit­u­a­tion zu gewin­nen, neben dem direk­ten Versenden an die Behör­den Bahrains.

Bitte sehen Sie sich den offe­nen Brief an. 

Wir fordern Aktivist*innen, ins­beson­dere Heilberufler*innen und medi­zinis­che Insti­tu­tio­nen auf ‘Ali ‘Esa Man­soor al-‘Ekris direk­te Ent­las­sung durch das Anschreiben der Behör­den Bahrains zu fordern.

Bei weit­eren Fra­gen schreiben Sie bitte an smurphy@amnesty.ie.

englis­che Quelle der irischen Sek­tion von Amnesty International:

https://www.amnesty.ie/content/open-letter-dr-ali-al-ekri-medical-professionals

 

 

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Zwei Medical Actions und zwei Online-Petitionen

Liebe Fre­undin­nen und Fre­unde des Aktion­snet­zes Heilberufe,

wir möcht­en euch zwei Fälle ans Herz leg­en und freuen uns, wenn ihr die Appellschreiben bis zum 15. Dezem­ber 2015 versenden.

Die bei­den angolanis­chen Men­schen­recht­sak­tivis­ten Arão Bula Tem­po und José Mar­cos Mavun­go wur­den auf­grund ihres Engage­ments bei ein­er friedlichen Protes­tak­tion in der Prov­inz Cabin­da festgenom­men und wegen Tat­en gegen die Sicher­heit des Staates Ango­la angeklagt. José Mar­cos Mavun­go befind­et sich immer noch in Haft. Arão Bula Tem­po benötigt eine unab­hängige medi­zinis­che Behand­lung, die er in Cabin­da nicht mehr bekom­men kann. 

Israa Al-Taweel wurde am 25. Jan­u­ar 2014, bei ein­er Demon­stra­tion anlässlich des drit­ten Jahrestages der Auf­stände in Ägypten im Jan­u­ar 2011, von ägyp­tis­chen Sicher­heit­skräften in den unteren Rück­en­bere­ich geschossen. Sie befind­et sich nun bere­its seit 155 Tagen in Haft. Im Gefäng­nis wir ihr die nötige Phys­io­ther­a­pie wegen Läh­mungser­schei­n­un­gen in den Beinen nicht gestattet.
Außer­dem erre­ichte uns eine Nachricht der Amnesty-Kogruppe für indi­gene Völk­er, die auf ihrer Web­site eine Peti­tion der Amnistía Inter­na­cional Perú bewer­ben. Diese Peti­tion soll bis zum 5. Dezem­ber unter­schrieben wer­den. Es han­delt sich um die Zwangsster­il­i­sa­tion viel­er indi­gen­er Frauen, gegen die sich das Aktion­snetz schon im Jahr 2014 mit ein­er Appel­lak­tion engagiert hatte.

Die zweite Peti­tion, die wir euch nahe brin­gen möcht­en, ist die Stop­Folter-Kam­pagne, die kür­zlich um den Punkt “Angemessene Gesund­heitsver­sorgung für trau­ma­tisierte Flüchtlinge!” ergänzt wurde.

Mit besten Grüßen 
Euer Aktion­snetz

 

Ägypten Brief 1

Ägypten Brief 2

Ango­la Brief 1

Ango­la Brief 2

Ango­la Brief 3

Hin­ter­grund­in­fos

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