Schlagwort-Archive: Gefängnis

Medical Action Vietnam November 2018 Nguyễn Văn Túc

Sehr geehrte Damen und Her­ren, liebe Fre­undin­nen und Fre­unde des Amnesty-Aktion­snet­zes Heilberufe,

heute bekom­men Sie eine Med­ical Action aus Viet­nam. Im Anhang find­en Sie eine Zusam­men­fas­sung der Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen, sowie einen Brief.

Es han­delt sich um den gewalt­losen poli­tis­chen Gefan­genen Nguyễn Văn Túc. Sein Gesund­heit­szu­s­tand hat sich soweit ver­schlechtert, dass er täglich das Bewusst­sein ver­liert. Trotz­dem ver­weigern ihm die Gefäng­nis­be­hör­den eine angemessene medi­zinis­che Versorgung.

Bitte schreiben Sie Ihre Appelle möglichst sofort. Da Infor­ma­tio­nen in Med­ical Actions schnell an Aktu­al­ität ver­lieren kön­nen, bit­ten wir Sie, nach dem 27.12.2018 keine Appelle mehr zu ver­schick­en. Die E‑Mail Aktion find­en Sie unter:

https://www.amnesty.de/mitmachen/urgent-action/alarmierender-gesundheitszustand

Hier find­en sie die Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen und einen vorgeschriebe­nen Brief:

Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen Nguyễn Văn Túc Nguyễn Văn Túc Brief

Vie­len Dank für Ihre Hilfe!

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Online-Urgent Action für medizinische Behandlung von Zeynab Jalalian

Liebe Leser*innen,

Zeynab Jalalian ver­büßt derzeit eine lebenslange Haft­strafe, zu der sie nach einem grob unfairen Ver­fahren verurteilt wurde. Sie gehört der kur­dis­chen Min­der­heit im Iran an. Die Behör­den ver­weigern ihr noch immer die fachärztliche Behand­lung, die sie auf­grund ein­er sich ver­schlim­mern­den Augen­erkrankung drin­gend benötigt. Sie läuft Gefahr, ihr Augen­licht zu verlieren.

Euer Amnesty-Aktion­snetz Heil­berufe in Koop­er­a­tion mit der Län­derko­gruppe Iran

 

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Update Fall Raif Badawi: Botschaft von Raif Badawis Frau Ensaf Haidar

Hier ist die Botschaft von sein­er Frau Ensaf Haidar:

Vor einem Jahr habe ich ver­sucht, eine Demon­stra­tion für Raif vor der sau­di-ara­bis­chen Botschaft in Kana­da zu organ­isieren. Eine einzige Protes­tak­tion, mehr hat­te ich mir nicht gewünscht.

In jüng­ster Zeit ist aus diesem Wun­sch nun Real­ität gewor­den. Aktivis­ten von Amnesty Inter­na­tion­al demon­stri­eren in den Haupt­städten auf der ganzen Welt — fast jede Woche. Euren Protesten ist es zu ver­danken, dass dieses despo­tis­che Regime die Prügel­strafe gegen Raif nun schon sechs Mal aus­ge­set­zt hat.

Als ich mit Raif sprechen kon­nte, erzählte ich ihm von den Protesten. Er fragte mich, wo die Demon­stra­tio­nen stat­tfind­en und wie viele es gibt. Nun weiß er, welche Sek­tio­nen Protes­tak­tio­nen organ­isieren und er ken­nt sog­ar die Namen der meis­ten Aktivis­ten von Amnesty Inter­na­tion­al. Bei unserem let­zten Tele­fonat war er sehr bewegt, als ich ihm erzählte, dass die Demon­stra­tio­nen andauern, ungeachtet aller Umstände oder Wetterbedingungen.

Die Proteste all der­er, die sich immer noch für Raif ein­set­zen, sind wirk­lich wichtig! Hört bitte nicht damit auf, bis Raif endlich frei ist.”

Bilder ein­er Aktion vor der sau­di-ara­bis­chen Botschaft in Berlin und ein Video kön­nt ihr hier sehen:

http://www.amnesty.de/2015/2/26/botschaft-von-raif-badawis-frau-ensaf-haidar?destination=startseite

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BROKEN BODIES, TORTURED MINDS. ABUSE AND NEGLECT OF DETAINEES IN IRAQ

Hier kön­nen Sie den englis­chen Bericht “BROKEN BODIES, TORTURED MINDS. ABUSE AND NEGLECT OF DETAINEES IN IRAQ” von Amnesty Inter­na­tion­al aus dem Jahr 2011 herunterladen:

2011-02 abuse detainees iraq

Das englis­che abstract des Berichts kön­nen Sie hier lesen:

Tor­ture and oth­er ill-treat­ment were wide­spread in Iraq before the
US-led inva­sion in 2003 and con­tin­ued in pris­ons and detention
facil­i­ties con­trolled by coali­tion forces and the new Iraqi
gov­ern­ments. Since 2004, sus­pects held in Iraqi cus­tody have been
sys­tem­at­i­cal­ly tor­tured and dozens of detainees have died as a
result. After US forces hand­ed over tens of thou­sands of prisoners
to Iraqi cus­tody between ear­ly 2009 and July 2010 with­out any
guar­an­tees that they will be pro­tect­ed, there is every like­li­hood that
tor­ture and ill-treat­ment will remain wide­spread. Such abus­es have
a dev­as­tat­ing impact on the vic­tims not just when they are being
tor­tured or ill-treat­ed, but often for years after­wards or even for
the rest of their lives. Urgent action is need­ed to end the pattern
of abuse and to help the vic­tims and their families.

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Realitätsdiffussionen infolge psychischer Folter. Untersuchungshaft durch die Staatssicherheit der DDR

Hier kön­nen Sie den Artikel “Real­itäts­d­if­fus­sio­nen infolge psy­chis­ch­er Folter. Unter­suchung­shaft durch die Staatssicher­heit der DDR” von Petra Morawe aus dem Jahr 2001 herunterladen:

2001 psy­chis­che folter DDR Morawe

Dieser Artikel erschien auch in: Zeitschrift für Poli­tis­che Psy­cholo­gie, Jg. 8, 2000, Nr. 4, und Jg. 9, 2001, Nr. 1, S. 381 ‑396

Die Zusam­men­fas­sung des Texts kön­nen Sie hier lesen:

Der Beitrag begrün­det die Ver­wen­dung des Begriffs der „psy­chis­chen Folter“ und erläutert die poli­tis­che Zielset­zung der DDR-Staats- und Parteiführung, die zur Umstruk­turierung des MfS in den 60er Jahren führte. Die in der Fol­gezeit vom MfS bewußt und gezielt einge­set­zten Iso­la­tions- und Depri­va­tionsver­fahren sowie ver­schiedene Psy­chotech­niken ließen kom­plexe psy­chis­che Extrem­si­t­u­a­tio­nen entste­hen. Es wird aufgezeigt, wie diese psy­chis­chen Extrem­si­t­u­a­tio­nen auf die Unter­suchung­shäftlinge wirk­ten. Grund­lage dafür sind Inter­views mit ehe­ma­li­gen poli­tis­chen Häftlin­gen, die zwis­chen 1960 und 1989 in Berlin-Hohen­schön­hausen in Unter­suchung­shaft der Staatssicher­heit waren. Ihre Erzäh­lun­gen zeigen struk­turelle Übere­in­stim­mungen in der Art und Weise des Erin­nerns bzw. der Unsicher­heit über das Erin­nerte und die unsichere Ahnung über das Ver­drängte, kurz „Real­itäts­d­if­fu­sio­nen“. Ursachen und Ver­läufe wer­den an Inter­view­ma­te­r­i­al dargestellt und typol­o­gisch zusam­menge­faßt. Ziel der Staatssicher­heit war es, die Per­sön­lichkeit des Häftlings zu desta­bil­isieren, um in den Vernehmungen die größt­mögliche Aus­sage­bere­itschaft erzwin­gen und das Aus­sagev­er­hal­ten bee­in­flussen zu kön­nen. Das Wis­sen um Absicht­en, Ziele und Meth­o­d­en der Staatssicher­heit sowie der poli­tis­chen Strafjus­tiz ist notwendig, um ehe­ma­li­gen poli­tis­chen Häftlin­gen bei der schwieri­gen Rekon­struk­tion des Geschehenen und beim Umgang mit den erlit­te­nen Trau­men helfen zu können.

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