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Kindersoldaten

Hier kön­nen Sie den Artikel “Kinder­sol­dat­en” von Fion­na Klasen & Christophe P. Bay­er aus dem Jahr 2009 aus unser­er Inter­net­zeitung Men­schen­rechte und Gesund­heit herunterladen:

2009 mug.klasen-bayer.kindersoldaten ptbs trauma

Zuerst erschienen in:
Resch, F. & Schulte-Mark­wort, M. (Hrsg.) (2009): Kind­heit im dig­i­tal­en Zeital­ter: Kurs­buch für inte­gra­tive Kinder- und  Jugendpsy­chother­a­pie. Wein­heim: Beltz PVU.
Online-Pub­lika­tion mit fre­undlich­er Genehmi­gung des Verlags

Die Zusam­men­fas­sung des Texts kön­nen Sie hier lesen:

Weltweit wer­den ca. 250 000 Kinder und Jugendliche als Sol­dat­en einge­set­zt. Die betrof­fe­nen Kinder wer­den dabei Opfer mas­siv­er Gewalt und häu­fig gezwun­gen, Gräueltat­en an anderen zu verüben. Viele Kinder lei­den unter Symp­tomen der Post­trau­ma­tis­chen Belas­tungsstörung oder Depres­sion sowie Ver­hal­tensauf­fäl­ligkeit­en und sozialen Prob­le­men. Je mehr Symp­tome Kinder­sol­dat­en entwick­eln, desto weniger Ver­söh­nungs­bere­itschaft und desto mehr Rachege­füh­le zeigen sie. Inter­ven­tio­nen zur sozialen Rein­te­gra­tion und psy­chis­chen Reha­bil­i­ta­tion ehe­ma­liger Kindersoldaten
sind für einen nach­halti­gen Frieden­sprozess in Nachkriegsre­gio­nen drin­gend notwendig.

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Eine Armee entläßt ihre traumatisierten Kindersoldaten in eine ungewisse Zukunft

Hier kön­nen Sie den Artikel “Eine Armee entläßt ihre trau­ma­tisierten Kinder­sol­dat­en in eine ungewisse Zukun­ft” von Dr. Ulrike Heckl aus dem Jahr 1999 herunterladen:

1999 kinder­sol­dat­en traumatisierung

Die Zusam­men­fas­sung des Texts kön­nen Sie hier lesen:

An vie­len Kriegss­chau­plätzen der Welt wer­den Kinder, Jun­gen wie auch Mäd­chen, für die Inter­essen der kriegführen­den Parteien funk­tion­al­isiert und unter Gewal­tan­wen­dung und oft auch unter Dro­gen zum Töten gezwun­gen. So wer­den sie nicht nur zu Opfern, son­dern auch zu Tätern gemacht. Nicht immer kön­nen diese trau­ma­tis­chen Erfahrun­gen, die zu ein­er fun­da­men­tal­en Erschüt­terung des Selb­st- und des Weltver­ständ­niss­es führen, in der Fam­i­lie oder Gemein­schaft aufge­fan­gen wer­den. Für eine Resozial­isierung dieser kriegstrau­ma­tisierten Kinder müssen Wege gesucht und gefun­den wer­den, die es ihnen ermöglichen, aus ihrem Trau­ma her­auszufind­en, ohne es zu negieren, damit sie ler­nen kön­nen, ihr Selb­st­wert­ge­fühl zu rekon­stru­ieren. Unter der Leitung des Psy­cholo­gen Boia Efraime Junior wurde in Mosam­bik das Pro­jekt „Recon­stru­in­do a Esper­anΧa“ aufge­baut, das dem kul­turellen Kon­text wie auch den gesellschaftlichen Bedin­gun­gen Rech­nung trägt und eine Zusam­me­nar­beit von Psy­cholo­gen, Ärzten und tra­di­tionellen Heil­ern erprobt. Das Zusam­men­wirken der von außen hereinge­tra­ge­nen west­lichen Psy­cholo­gie und der afrikanis­chen Heilkun­st als lokales Behand­lungssys­tem, soll den entwurzel­ten Kindern helfen, ihr seel­is­ches Gle­ichgewicht wieder zu erlangen.

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Ehemalige Kindersoldaten — Die (un)bewußte politische Identität

Hier kön­nen Sie den Artikel “Ehe­ma­lige Kinder­sol­dat­en — Die (un)bewußte poli­tis­che Iden­tität” von Gabriel­la Bian­co aus dem Jahr 1999 herunterladen:

1999 tbian­co kinder­sol­dat­en polit identität

Den Artikel erschien auch in: Zeitschrift für Poli­tis­che Psy­cholo­gie, Jg. 7, 1999, Nr. 1+2, S. 29 — 40

Die Zusam­men­fas­sung des Texts kön­nen Sie hier lesen:

Ein­lei­t­end wird die Insti­tu­tion vorgestellt, bei der die Autorin als Co-Ther­a­peutin­sowie Sprach- und Kul­tur­me­di­a­torin mit ehe­ma­li­gen Kinder­sol­dat­en in Berührung gekom­men ist. Dann wer­den glob­aler Umfang, Zwangsrekru­tierungswege und Einbindung
der Kinder­sol­dat­en in die kämpfend­en Grup­pen geschildert. Erzwun­gene Kom­plizen­schaft, Schuldge­füh­le der Geflo­henen, Haß gegen die Eltern und geringe pos­i­tive Bewäl­ti­gungsres­sourcen aus ihrer Sozial­i­sa­tion binden Kinder­sol­dat­en an die Sol­daten­gruppe, belas­ten ihr Über­leben nach dem Krieg und ihre Wiedereingliederung.
Hinzu kommt der Ver­lust der Bezugs­gruppe und deren ori­en­tieren­der Hier­ar­chie nach Flucht oder Kriegsende, die Angst vor ein­er Aus­liefer­ung und Exeku­tion (bei min­der­jähri­gen Flüchtlin­gen) sowie der völ­lige Bruch sozialer Nor­men (Umstel­lung von Gewalt auf gewalt­freie Kon­flik­tlö­sung). Als Folge bildet sich zumeist eine
PTSD-arti­gen Symp­to­matik, die als poli­tisch und gesellschaftlich verur­sachte Iden­tität­skrise begrif­f­en wer­den kann. Diese Sicht kann auch in der Unter­stützung von Reha­bil­i­ta­tion und Traum­abe­wäl­ti­gung bei ehe­ma­li­gen Kinder­sol­dat­en hil­fre­ich sein
(z.B. durch Ein­bezug kul­tur­spez­i­fis­ch­er Krankheit­skonzepte und Ressourcen).

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