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Ist Folter abschaffbar? Podiumsdiskussion am 23.11.2011 in der Stadtbücherei Münster

Ist Folter abschaff­bar? Podi­ums­diskus­sion am 23.11.2011 in der Stadt­bücherei Münster

Hier kön­nen Sie die Doku­men­ta­tion der Podi­ums­diskus­sion herunterladen: 

2011-11 podi­ums­diskus­sion folter muenster

Podi­um­steil­nehmerIn­nen: Man­fred Kock, Alt-Präs­es der evan­ge­lis­chen Kirche
Dr. Peter Bop­pel, Psy­chi­ater und Psychotherapeut
Dr. Miao-ling Hasenkamp, Poli­tolo­gin an der Uni Magdeburg
Prof. Dr. Smail Rapic, Amnesty Inter­na­tion­al, Ko-Gruppe Folter
Mod­er­a­tion: Sabine Birken, Strafverteidigerin

Hier kön­nen Sie das Vor­wort lesen:

Vor­wort
Liebe Leser/innen,
diese Doku­men­ta­tion bein­hal­tet neben ein­er Auswahl von Plakat­en unser­er Anti-Folter-Ausstel­lung vom 14.11. bis 17.12.2011, auch State­ments und die über­ar­beit­ete Podi­ums­diskus­sion vom 23.11.2011 in der Stadt­bücherei Mün­ster zu dem Thema:„Ist Folter abschaffbar“?

Unsere Antwort auf diese Frage ist „NEIN“.  Solange es Men­schen gibt, wird es Folter geben. Das liegt am Men­schen sel­ber und am Zus­tand der Gesellschaft, u.a. an Machterhalt/Angst, an Kriegen/bewaffneten Kon­flik­ten, an Ungerechtigkeiten/Demütigungen, an Wut/Hass/Gewalt. Alle diese Punk­te sor­gen dafür, dass Men­schen weit­er­hin foltern lassen und foltern werden.
Den­noch gilt es, sich für die Reduzierung von Folter einzusetzen.
Drei Punk­te sind hier entscheidend:
1. Die Etablierung ein­er Men­schen­recht­skul­tur in allen Län­dern. Sie umfasst die Ein­hal­tung und Förderung von Men­schen­recht­en und eine Men­schen­recht­serziehung in allen Bereichen.
2. Die Beendi­gung der Straflosigkeit. Folter­er und Ans­tifter zu Folter müssen sich vor Gericht ver­ant­worten. Auch ein Ex-Präsi­dent wie George W. Bush, der Folter autorisiert hat, darf nicht unan­tast­bar sein.
3. Die bre­ite Unter­stützung u.a. von Anwäl­ten,  Unter­suchungsrichtern, Jour­nal­is­ten, Men­schen­rechtlern, die Folter­vor­wür­fen nachge­hen, aufdeck­en und öffentlich
machen.
Mit fre­undlichen Grüßen
Amnesty International
Gruppe 1510 Münster

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Frühjahrstagung 2011 in Frankfurt am Main: Folter in syrischen Krankenhäusern

Beglei­t­end zu unser­er Früh­jahrsta­gung 2011 in Frank­furt am Main fand eine Podi­ums­diskus­sion über Folter an syrischen Kranken­häusern statt. Den Fly­er der Ver­anstal­tung kön­nen Sie hier herun­ter­laden:   2012-06 syrien.frankfurt

In syrischen Kranken­häusern wird gefoltert!

> Nachricht 1 (Deutsches Ärzteblatt, ext. Link)
> Nachricht 2 (Ärztezeitung, ext. Link)

> zur Ein­führung: Amnesty Deutsch­land (ext. Link)

> zum Amnesty-Video über die Ver­anstal­tung (ext. Link)

> zum Amnesty-Report (full text, ext. Link):
Health cri­sis: Syr­i­an gov­ern­ment tar­gets the wound­ed and health workers

Fre­itag, 01. Juni 2012, 18–20 Uhr
Frank­furt am Main, hoff­manns höfe, Hein­rich-Hoff­mann-Straße 3
www.hoffmanns-hoefe.de

Eine Podi­umsver­anstal­tung mit Diskus­sion von Amnesty Inter­na­tion­al, m edi­co inter­na t ion­al und dem Deutsch-Syrischen Vere­in zur Förderung der Frei­heit­en und Men­schen­rechte Amnesty Inter­na­tion­al hat Ende Okto­ber 2011 den aus­führlichen Bericht „Health Cri­sis:  Syr­i­an Gov­ern­ment Tar­gets the Wound­ed and Health Work­ers“ veröf­fentlicht, wonach ver­let­zte Protestierende in vie­len Fällen von Kranken­haus­per­son­al – darunter auch Medi­zin­er – und von syrischen Sicher­heit­skräften beschimpft, kör­per­lich ange­grif­f­en und sog­ar gefoltert wur­den. Die Podi­umsver­anstal­tung informiert über diese drama­tis­che Sit­u­a­tion sowie über Möglichkeit­en, das Men­schen­recht auf Gesund­heit durch medi­zinis­che Not­fall­hil­fe wenig­stens einiger­maßen zu gewährleisten.

Für Amnesty Inter­na­tion­al wird Ruth Jüt­tner, Nahost-Exper­tin, einen Überblick über die drama­tis­che Men­schen­recht­skrise in Syrien geben. Angesichts der bru­tal­en Nieder­schla­gung friedlich­er Demon­stra­tio­nen mit tödlich­er Gewalt, Massen­fest­nah­men und sys­tem­a­tis­ch­er Folter ist Amnesty der Auf­fas­sung, dass die syrische Regierung für Ver­brechen gegen die Men­schlichkeit ver­ant­wortlich ist. Amnesty hat deshalb bere­its im Som­mer 2011 die Ein­schal­tung des Inter­na­tionalen Strafgericht­shofs zur Lage in Syrien gefordert.
Die bish­eri­gen Bemühun­gen der inter­na­tionalen Gemein­schaft, auf ein Ende der Gewalt gegen Zivilis­ten in Syrien hinzuwirken, wer­den ein­er kri­tis­chen Bestand­sauf­nahme unterzogen.
Für medico inter­na­tion­al wird Mar­tin Glase­napp, Öffentlichkeit­sref­er­ent, über das Pro­jekt „Das Ende der Ohn­macht: Medi­zinis­che Nothil­fe für die lokalen Basiskomi­tees in Sy r ien“ bericht­en. Es geht dabei um die Unter­stützung der medi­zinis­chen Ver­sorgung in den Unter­grund­kliniken der Oppo­si­tion. Wegen der Ver­fol­gung in den reg­ulären Kranken­häusern find­et die Ver­sorgung der Ver­let­zten zunehmend in Pri­vat­woh­nun­gen statt, die in regel­rechte Lazarette ver­wan­delt wur­den, oder in den Hin­terz­im­mern von Arzt­prax­en. Getra­gen wer­den diese informellen bis klan­des­ti­nen Struk­turen von engagierten ÄrztIn­nen und anderem medi­zinis­chen Per­son­al, die bei ihrer lebens­ge­fährlichen Arbeit mit Sach­mit­teln von den Local Coor­di­na­tion Com­mit­tees (LCC) der friedlich ori­en­tierten Oppo­si­tion unter­stützt werden.
Für den Deutsch-Syrischen Vere­in zur Förderung der Frei­heit­en und Men­schen­rechte wird Dr. Has­san Nag­gar, Vor­sitzen­der der K oor­di­na­tion­sstelle für die ver­let­zten syrischen Flüchtlinge in Antakya, über seine Arbeit in den türkischen Städten Antakya, Kilis und Antep bericht­en. Der langjährige Vor­sitzende der Union ara­bis­ch­er Ärzte in Europa hat sich mit aus Syrien geflüchteten Ärzten und einem Apothek­er zu einem Team zusam­mengeschlossen, das sich ins­beson­dere der Schw­erver­let­zten annimmt, deren Behand­lung überwacht und koor­diniert. Die Patien­ten wer­den bei Bedarf aus den staatlichen Kranken­häusern in geeignete Fachk­liniken ver­legt, wo notwendi­ge Oper­a­tio­nen durchge­führt wer­den kön­nen. Nach der Oper­a­tion küm­mert sich das Team in seinem Lazarett unent­geltlich um die medi­zinis­che Nach­sorge und Rehabilitation.

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BROKEN BODIES, TORTURED MINDS. ABUSE AND NEGLECT OF DETAINEES IN IRAQ

Hier kön­nen Sie den englis­chen Bericht “BROKEN BODIES, TORTURED MINDS. ABUSE AND NEGLECT OF DETAINEES IN IRAQ” von Amnesty Inter­na­tion­al aus dem Jahr 2011 herunterladen:

2011-02 abuse detainees iraq

Das englis­che abstract des Berichts kön­nen Sie hier lesen:

Tor­ture and oth­er ill-treat­ment were wide­spread in Iraq before the
US-led inva­sion in 2003 and con­tin­ued in pris­ons and detention
facil­i­ties con­trolled by coali­tion forces and the new Iraqi
gov­ern­ments. Since 2004, sus­pects held in Iraqi cus­tody have been
sys­tem­at­i­cal­ly tor­tured and dozens of detainees have died as a
result. After US forces hand­ed over tens of thou­sands of prisoners
to Iraqi cus­tody between ear­ly 2009 and July 2010 with­out any
guar­an­tees that they will be pro­tect­ed, there is every like­li­hood that
tor­ture and ill-treat­ment will remain wide­spread. Such abus­es have
a dev­as­tat­ing impact on the vic­tims not just when they are being
tor­tured or ill-treat­ed, but often for years after­wards or even for
the rest of their lives. Urgent action is need­ed to end the pattern
of abuse and to help the vic­tims and their families.

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Kindersoldaten

Hier kön­nen Sie den Artikel “Kinder­sol­dat­en” von Fion­na Klasen & Christophe P. Bay­er aus dem Jahr 2009 aus unser­er Inter­net­zeitung Men­schen­rechte und Gesund­heit herunterladen:

2009 mug.klasen-bayer.kindersoldaten ptbs trauma

Zuerst erschienen in:
Resch, F. & Schulte-Mark­wort, M. (Hrsg.) (2009): Kind­heit im dig­i­tal­en Zeital­ter: Kurs­buch für inte­gra­tive Kinder- und  Jugendpsy­chother­a­pie. Wein­heim: Beltz PVU.
Online-Pub­lika­tion mit fre­undlich­er Genehmi­gung des Verlags

Die Zusam­men­fas­sung des Texts kön­nen Sie hier lesen:

Weltweit wer­den ca. 250 000 Kinder und Jugendliche als Sol­dat­en einge­set­zt. Die betrof­fe­nen Kinder wer­den dabei Opfer mas­siv­er Gewalt und häu­fig gezwun­gen, Gräueltat­en an anderen zu verüben. Viele Kinder lei­den unter Symp­tomen der Post­trau­ma­tis­chen Belas­tungsstörung oder Depres­sion sowie Ver­hal­tensauf­fäl­ligkeit­en und sozialen Prob­le­men. Je mehr Symp­tome Kinder­sol­dat­en entwick­eln, desto weniger Ver­söh­nungs­bere­itschaft und desto mehr Rachege­füh­le zeigen sie. Inter­ven­tio­nen zur sozialen Rein­te­gra­tion und psy­chis­chen Reha­bil­i­ta­tion ehe­ma­liger Kindersoldaten
sind für einen nach­halti­gen Frieden­sprozess in Nachkriegsre­gio­nen drin­gend notwendig.

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