Schlagwort-Archive: Psychologie der Gewalt

Kindersoldaten

Hier kön­nen Sie den Artikel “Kinder­sol­dat­en” von Fion­na Klasen & Christophe P. Bay­er aus dem Jahr 2009 aus unser­er Inter­net­zeitung Men­schen­rechte und Gesund­heit herunterladen:

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Zuerst erschienen in:
Resch, F. & Schulte-Mark­wort, M. (Hrsg.) (2009): Kind­heit im dig­i­tal­en Zeital­ter: Kurs­buch für inte­gra­tive Kinder- und  Jugendpsy­chother­a­pie. Wein­heim: Beltz PVU.
Online-Pub­lika­tion mit fre­undlich­er Genehmi­gung des Verlags

Die Zusam­men­fas­sung des Texts kön­nen Sie hier lesen:

Weltweit wer­den ca. 250 000 Kinder und Jugendliche als Sol­dat­en einge­set­zt. Die betrof­fe­nen Kinder wer­den dabei Opfer mas­siv­er Gewalt und häu­fig gezwun­gen, Gräueltat­en an anderen zu verüben. Viele Kinder lei­den unter Symp­tomen der Post­trau­ma­tis­chen Belas­tungsstörung oder Depres­sion sowie Ver­hal­tensauf­fäl­ligkeit­en und sozialen Prob­le­men. Je mehr Symp­tome Kinder­sol­dat­en entwick­eln, desto weniger Ver­söh­nungs­bere­itschaft und desto mehr Rachege­füh­le zeigen sie. Inter­ven­tio­nen zur sozialen Rein­te­gra­tion und psy­chis­chen Reha­bil­i­ta­tion ehe­ma­liger Kindersoldaten
sind für einen nach­halti­gen Frieden­sprozess in Nachkriegsre­gio­nen drin­gend notwendig.

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Geschichten in Händen Zeugenbericht von der Begleitung der Opfer schwerer Menschenrechtsverletzungen in Lateinamerika

Hier kön­nen Sie den Artikel “Geschicht­en in Hän­den Zeu­gen­bericht von der Begleitung der Opfer schw­er­er Men­schen­rechtsver­let­zun­gen in Lateinameri­ka” von Car­los Martín Beris­tain aus dem Jahr 2006 herunterladen:

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Der Aritkel erschien auch in: Zeitschrift für Poli­tis­che Psy­cholo­gie, Jg. 14, 2006, Nr. 1+2, S. 33–48

Die Zusam­men­fas­sung des Texts kön­nen Sie hier lesen:

Der Artikel basiert auf Erfahrun­gen aus der psy­chosozialen Arbeit mit Opfern und Über­leben­den von Men­schen­rechtsver­let­zun­gen in ver­schiede­nen Län­dern Lateinamerikas. Er zeigt auf, dass der Bei­s­tand als ein Werkzeug zu ver­ste­hen ist, sich dem Schmerz zu stellen, aber auch einen Beitrag leis­ten kann im Kampf der Men­schen gegen die Ursachen des Lei­dens. Im Einzel­nen wer­den analysiert, inwiefern die Unter­stützung der Opfer auf ihre Beurteilung der Wirkung der Men­schen­rechtsver­let­zun­gen Ein­fluss hat, wobei die Gefahr ver­mieden wer­den soll, dass sie erneut zu Opfern wer­den. Zweit­ens unter­sucht der Artikel den Wert von Zeu­ge­naus­sagen und Stim­men der Opfer in den Prozessen der Wieder­her­stel­lung des sozialen Lebens. Im Weit­eren wer­den die Berück­sich­ti­gung indi­vidu­eller und kollek­tiv­er Erfahrun­gen behan­delt sowie die Infragestel­lung indi­vid­u­al­is­tis­ch­er Herange­hensweisen hin­sichtlich der Kon­fronta­tion mit sozialen und poli­tis­chen Prob­le­men. Der Artikel beleuchtet zudem den Beitrag der Opfer und Über­leben­den von Men­schen­rechtsver­let­zun­gen im Kampf um Gerechtigkeit und die Her­aus­forderun­gen an Psy­chologIn­nen und Medi­ziner­In­nen in diesem Begleitprozess.

His­to­ries in Car­ing Hands
A Witness’s Report on the Sup­port of Vic­tims of Severe Human Rights Vio­la­tions in Latin America.

The arti­cle is based on expe­ri­ences from the psy­cho­log­i­cal and social work with vic­tims and sur­vivals of human rights vio­la­tions in dif­fer­ent coun­tries in South Amer­i­ca. It shows that the „sup­port“ can be used as a tool to con­front the pain but also helps the peo­ple in their bat­tle against the caus­es of their suf­fer­ing. Specif­i­cal­ly it ana­lyzes its con­tri­bu­tion to the eval­u­a­tion of the impact of these vio­la­tions, avoid­ing the risk of sec­ondary vic­tima­ti­za­tion. The arti­cle describes also the val­ue of tes­ti­monies and voic­es from vic­tims in the process for the recon­struc­tion of social nets. It ana­lyzes the con­sid­er­a­tion of indi­vid­ual and col­lec­tive expe­ri­ences and the ques­tion­ing of the indi­vid­ual approach­es to con­front social and polit­i­cal prob­lems. In addi­tion it explains the con­tri­bu­tion of vic­tims and sur­vivals to the fight for jus­tice and the chal­lenges that are faced by psy­chol­o­gists and med­ical pro­fes­sion­als in rela­tion to the process of accompaniment.

His­to­rias entre las manos
Un tes­ti­mo­nio de acom­pañamien­to a las víctimas

Este artícu­lo se basa en la expe­ri­en­cia de tra­ba­jo psi­coso­cial con víc­ti­mas y sobre­vivientes de vio­la­ciones de dere­chos humanos en var­ios país­es de Améri­ca Lati­na. Plantea apoyo es una her­ramien­ta para enfrentar el dolor pero tam­bién con­tribuye a la lucha de la gente con­tra las causas del sufrim­ien­to. Especí­fi­ca­mente se anal­iza su con­tribu­ción a la eval­u­ación del impacto de dichas vio­la­ciones evi­tan­do el ries­go de la vic­tim­ización secun­daria; el val­or del tes­ti­mo­nios y de las voces de las víc­ti­mas en los pro­ce­sos de recon­struc­ción del teji­do social.; la con­sid­eración de la expe­ri­en­cia indi­vid­ual y colec­ti­va, y el cues­tion­amien­to de los enfo­ques indi­vid­u­al­is­tas para enfrentar prob­le­mas de causa social y políti­ca; la con­tribu­ción de las víc­ti­mas y sobre­vivientes de vio­la­ciones de dere­chos humanos en la lucha por la jus­ti­cia; y los desafíos que supone para la psi­cología y los pro­fe­sion­ales de salud este pro­ce­so de acompañamiento.

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Persönlichkeitsbildung von Folterern und die Frage der „Rettungsfolter“

Hier kön­nen Sie den Artikel “Per­sön­lichkeits­bil­dung von Folter­ern und die Frage der „Ret­tungs­folter“” von Peter Bop­pel aus dem Jahr 2005 herunterladen:

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Der Vor­trag wurde gehal­ten auf der Tagung „Qual der Wahl“ in der evan­ge­lis­chen Akademie Hofgeis­mar, Okto­ber 2005. Abdruck mit fre­undlich­er Genehmi­gung der Akademie, in deren Pub­lika­tion­srei­he „Hofgeis­mar­er Pro­tokolle“ der Artikel 2006 erscheinen wird.

Den Beginn des Texts kön­nen Sie hier lesen:

Zu der in let­zter Zeit häu­fig disku­tierten Frage, ob in Fällen von Ent­führun­gen oder auch im Falle von „tick­ing bombs“, worunter man z.B. ein Atten­tat pla­nende Ter­ror­is­ten und ihre etwaigen Mitwiss­er ver­ste­ht, zur Ret­tung von son­st dem Tode Gewei­ht­en begren­zt Folter angewen­det sollte, soll im Fol­gen­den unter dem Blick­winkel der Per­sön­lichkeit von Folter­ern und deren Entste­hung Stel­lung bezo­gen werden.
Dabei wird disku­tiert, ob dies bei ein­er etwaigen Lockerung des Folter­ver­bots, wofür unser Grundge­setz geän­dert wer­den müsste ( Posch­er, 20005), nicht die Gefahr eines „Damm­bruch“ bzw. ein­er „Ausuferung“mit sich brin­gen könnte.
Aus den Ver­suchen u. a. von Zim­bar­do ( Craig,H.; Curtis,B; Zimbardo,P.1983), aus den Erfahrun­gen viel­er Jahrtausende seit der Sesshaftwer­dung der Men­schheit (Weniger,2001), der NS-Zeit, wie auch zulet­zt durch die Vorkomm­nisse in Abu Ghraib liegt es nahe anzunehmen, dass – ein­mal in Gang gekom­men- Gewalt ungenü­gend ges­teuert wer­den kann. Die Möglichkeit des Fähig­sein zur Aggres­sion basiert grund­sät­zlich auf der sich in der Evo­lu­tion her­aus­ge­bilde­ten Dis­po­si­tion des Men­schen zur Selb­ster­hal­tung, Reviervertei­di­gung, Fortpflanzungser­möglichung, Rang­po­si­tion­ser­mit­tlung sowie der Erre­ichung eines gesun­den Narzis­mus, eines guten Selbstwertes.
Auch aus den welt­bekan­nten und oft replizierten Milgram’schen Exper­i­menten, haben wir erfahren müssen, dass 65% der Men­schen –Män­ner wie Frauen- unter Befehls­be­din­gun­gen zu leicht geneigt sind, Gewalt über das Maß fortzuführen.
Ander­er­seits zeigen aber auch ger­ade die Ver­suche von Mil­gram, wie bei Nich­tan­we­sen­heit der Autoritätsper­son die spon­tane Bere­itschaft zur Anwen­dung von Gewalt auf 20,5% fällt (Mil­gram, 1974), also für eine beruf­s­mäßige Aus­führung ohne Train­ing noch nicht die Spon­tan­bere­itschaft zum Gewalt­tätig­w­er­den und der Gehor­sam vorhan­den sind, die Grund­la­gen für sichere Abruf­bere­itschaft darstellten.
Dies ist auch nicht so ver­wun­der­lich, wenn man sich klar macht, dass beim Men­schen neben Erziehungs- und kul­turellen Ein­flüssen auch eine eingeschränk­te Tötung­shem­mung (Wuketits, 1995), eine Dis­po­si­tion zum Altru­is­mus (Fehr/Reinninger 20004) und ein Bedürf­nis nach Bindung (Grawe 2004) existiert.
So leg­en auch die Forschun­gen des ehe­ma­li­gen US- Elitesol­dat­en und späteren Mil­itärpsy­cholo­gen, Dave Gross­mann (Gross­mann 2003) zum „Killingre­flex“ bei Sol­dat­en nahe, der spon­tan so niedrig ist, dass spezielle Drill­meth­o­d­en am Com­put­er bei der US-Armee einge­set­zt wer­den müssen, um das Töten mit Schuss­waf­fen zu trainieren
Auch dem Medi­zin­stu­den­ten fällt es zu Beginn sein­er Aus­bil­dung nicht so leicht in der Anatomie oder bei den ersten Injek­tionsver­suchen, in men­schlich­es Gewebe einzudringen.

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Demütigung und Destruktivität. Folterer- und Spezialsoldatenausbildung in psychopolitischer Perspektive

Hier kön­nen Sie den Artikel “Demü­ti­gung und Destruk­tiv­ität. Folter­er- und Spezial­sol­date­naus­bil­dung in psy­chopoli­tis­ch­er Per­spek­tive” von Peter Bop­pel unser­er Inter­net­zeitung Men­schen­rechte und Gesund­heit aus dem Jahr 2003 herunterladen:

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Anleitung zur Folter in Lateinamerika. Die internationale Dimension

Hier kön­nen Sie den Artikel “Anleitung zur Folter in Lateinamerika.
Die inter­na­tionale Dimen­sion” von Wolf­gang F. Heinz aus dem Jahr 1999 herunterladen:

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Der Artikel erschien auch in: Zeitschrift für Poli­tis­che Psy­cholo­gie, Jg. 7, 1999, Nr. 1+2, S. 9 — 18

Hier kön­nen Sie die Zusam­men­fas­sung lesen:
Der Beitrag befaßt sich mit der Weit­er­gabe von Wis­sen über Folter­meth­o­d­en und Tech­niken der Folter aus dem Aus­land, ins­beson­dere den USA, an Polizei und Mil­itär in Lateinameri­ka in den 70er und 80er Jahren. Seit 1950 wur­den Zehn­tausende lateinamerikanis­ch­er Mil­itärs und Polizis­ten an US-Mil­itärschulen, namentlich der „U.S. Army School of the Amer­i­c­as“ (SOA), aus­ge­bildet. Lange Zeit war es schwierig zu bele­gen und zu recher­chieren, ob und wie in diesen Aus­bil­dun­gen auch Folter­meth­o­d­en gelehrt wur­den. Jedoch beweisen 1996 vom Pen­ta­gon auszugsweise veröf­fentlichte Lehrbüch­er für Geheim­di­enst-Train­ingskurse in Lateinameri­ka und für die
SOA, daß Folter, Exeku­tion und Erpres­sung von amerikanis­ch­er Seite dur­chaus befür­wortet und — z.T. detail­lierte — Anleitun­gen dafür aus­gegeben wur­den. Auch die CIA hat Mil­itär in Lateinameri­ka — beispiel­sweise in Hon­duras — Ausbildungshandbücher
zugänglich gemacht, in denen Ver­hör- und Zwangsmeth­o­d­en gelehrt wer­den, die zur „weißen Psy­chofolter“ gerech­net wer­den. Inzwis­chen gewin­nen deshalb poli­tis­che und zivile Ini­tia­tiv­en an Ein­fluß, die auf eine Schließung der SOA hinarbeiten.

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