Schlagwort-Archive: Südafrika

struggle for maternal health. barriers to antenatal care in South Africa

Passend zu der aktuell laufend­en Kam­pagne “my body — my rights” zu den repro­duk­tiv­en Men­schen­recht­en möcht­en wir auf den englis­chen Bericht “strug­gle for mater­nal health. bar­ri­ers to ante­na­tal care in South Africa” von Amnesty Inter­na­tion­al hinweisen.

Der Bericht informiert über die Diskri­m­inierung von Frauen in der Schwan­geren­ver­sorgung von Südafri­ka, vor allem von jun­gen und/oder HIV-pos­i­tiv­en Schwan­geren und unver­heirateten Schwangeren.

Der aus­führliche Bericht ist 2014 ante­na­tal care south africa report herunterladbar.

 

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Zwei neue Medical Actions

Liebe Fre­undin­nen und Fre­unde des Amnesty-Aktion­snet­zes Heilberufe,

heute erhal­tet ihr von uns zwei Med­ical Actions.

In der ersten geht es um das Schick­sal schwan­ger­er Frauen und junger Müt­ter im Osten Südafrikas, deren medi­zinis­che Betreu­ung und Ver­sorgung völ­lig unzure­ichend ist und die deshalb einem erhöht­en Infek­tion­srisiko aus­ge­set­zt sind. Eben­so ist die Sterblichkeit von jun­gen Müt­tern, Schwan­geren und Kindern in dieser Region deut­lich höher als in anderen Bezirken.

www.amnesty.de/briefe-gegen-das-vergessen/2014/10/suedafrika-frauen-und-maedchen-der-gemeinde-mkhondo

Die zweite Briefak­tion befasst sich mit der Geset­zge­bung zur Abtrei­bung in El Sal­vador, die zu den schärf­sten weltweit gehört. Selb­st Schwanger­schaftsab­brüche bei Verge­wal­ti­gung oder bei Gefahr für das Leben der Mut­ter wer­den unter streng­ste Strafe gestellt. Diese Geset­ze wider­sprechen ein­deutig den Vor­gaben der UNO-Kon­ferenz von 1994.

Hierzu gibt es auch eine Online-Aktion: http://action.amnesty.de/l/ger/p/dia/action3/common/public/?action_KEY=9792

Vie­len Dank für eure Beteiligung!

Euer Aktion­snetz

Hin­ter­grund­in­fos

Südafri­ka Brief

El Sal­vador Brief

 

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Jenseits der Wahrheitskommission – auf der Suche nach Formen der Bewältigung von Gewalterfahrungen in Südafrika

Hier kön­nen Sie den Artikel “Jen­seits der Wahrheit­skom­mis­sion – auf der Suche nach For­men der Bewäl­ti­gung von Gewal­ter­fahrun­gen in Südafri­ka” von Usche Merk aus dem Jahr 2006 herunterladen:

n2006merk

Der Aritkel erschien auch in: Zeitschrift für Poli­tis­che Psy­cholo­gie, Jg. 14, 2006, Nr. 1+2, S. 49–64

Die Zusam­men­fas­sung des Texts kön­nen Sie hier lesen:

Der Beitrag beschreibt zunächst die offe­nen Fra­gen und ungelösten The­men, die zehn Jahre nach Beginn der Wahrheits- und Ver­söh­nungskom­mis­sion (TRC) die südafrikanis­chen Auseinan­der­set­zun­gen prä­gen: Strafver­fol­gung von nich­tamnestierten Tätern, Rechen­schaft der poli­tis­chen Führung und der Nutznießer der Apartheid, Entschädi­gun­gen und soziale Gerechtigkeit. Am Beispiel der Prov­inz KwaZu­lu-Natal, in der sich die poli­tis­che Gewalt in den 90er Jahren auf lokaler Ebene fort­set­zte, zeigen sich die Gren­zen des TRC- Prozess­es und die Fol­gen der Gewalt deut­lich. Wie andere Bewäl­ti­gungs- und Ver­söh­nung­sprozesse auf lokaler Ebene ausse­hen kön­nen, wird anhand der Chronolo­gie ver­schieden­er Inter­ven­tio­nen von „Sinani – KwaZu­lu-Natal Pro­gramme for Sur­vivors“ in Rich­mond beschrieben. Sie reichen von Trau­ma­work­shops, Friedens­foren, einkom­menss­chaf­fend­en Maß­nah­men bis hin zu tra­di­tionellen Reini­gungsritualen und spiegeln gle­ichzeit­ig Auseinan­der­set­zun­gen über kul­turelle Konzep­tion­al­isierun­gen von Trau­ma, von Selb­st- und Wel­ter­fahrung im afrikanis­chen Kon­text wieder.

Beyond the Truth Com­mis­sion – Search­ing for Ways of Deal­ing with Expe­ri­ences of Polit­i­cal Vio­lence in South Africa
The paper starts with describ­ing open ques­tions and unre­solved issues which are rep­re­sent­ing the South African debate ten years after the Truth and Rec­on­cil­i­a­tion Com­mis­sion (TRC): per­se­cu­tions of per­pe­tra­tors who have not applied for amnesty, account­abil­i­ty of the polit­i­cal lead­er­ship and ben­e­fi­cia­ries of Apartheid, repa­ra­tions and social jus­tice. The impact of vio­lence and the lim­i­ta­tions of the TRC process are espe­cial­ly vis­i­ble in the province KwaZu­lu-Natal, where polit­i­cal vio­lence con­tin­ued on local lev­el through­out the nineties. The paper dis­cuss­es ways of deal­ing with vio­lence and rec­on­cil­i­a­tion on com­mu­ni­ty lev­el out­side of the TRC frame­work through the exam­ple of dif­fer­ent inter­ven­tions of „Sinani – KwaZu­lu-Natal Pro­gramme for Suvivors of Vio­lence“ in Rich­mond. Inter­ven­tions reach from trau­ma work­shops, peace fora, income gen­er­at­ing activ­i­ties and tra­di­tion­al cleans­ing cer­e­monies and rep­re­sent reflec­tions on con­cep­tu­al­iz­ing trau­ma and dif­fer­ent self- and world­views in an African context.

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An exploration of the continuing cycles of violence in South Africa

Hier kön­nen Sie den englis­chen Artikel “„Have no doubt it is fear in the land“.
An explo­ration of the con­tin­u­ing cycles of vio­lence in South Africa” von Bran­don Ham­ber aus dem Jahr 1999 herunterladen:

1999 cycles vio­lence south africa thamber

Der Artikel erschien auch in: Zeitschrift für Poli­tis­che Psy­cholo­gie, Jg. 7, 1999, Nr. 1+2, S. 113 — 128

Das deutsche Abstrakt kön­nen Sie hier lesen:

Der Autor beschreibt auf anhand sta­tis­tis­ch­er Zugänge die Gewal­tentwick­lung in Südafri­ka von den 70er Jahren bis heute: Unter dem Apartheid-Regime äußerte sich Gewalt als ver­tikale bzw. struk­turelle gegenüber den Bürg­ern, dehnte sich zunehmend
jedoch auch hor­i­zon­tal — inner­halb der Kom­munen — aus und erre­ichte ihren Höhep­unkt in den 90er Jahren zur Zeit der Demokratiebe­we­gung. Gründe für diese para­dox anmu­tende Entwick­lung sieht der Autor u.a. in der durch das Apartheid-
Regime verur­sacht­en sozialen Ungle­ich­heit, Depri­va­tion und Mar­gin­al­isierung bre­it­er Bevölkerungs­grup­pen, der Legit­imierung der vom Staat aus­ge­hen­den struk­turellen Gewalt, der Gewalt seit­ens der Polizei bis hin zur Folter, sowie der meist aus­bleiben­den gerichtlichen Verurteilung der Täter und und dem unzureichenden
Opfer­schutz. Die meis­ten poli­tis­chen Grup­pierun­gen haben aus diesen Grün­den bis in die 90er Jahre Gewalt zum Selb­stschutz und zur Selb­stjus­tiz befür­wortet, da das die einzige Möglichkeit der Vertei­di­gung und des Umgangs mit den gesellschaftlichen
und poli­tis­chen Real­itäten sei. Die Parteien greifen das The­ma Gewalt aktuell immer wieder auf, schüren vorhan­dene Äng­ste und instru­men­tal­isieren das Prob­lem für Wahlkampfzwecke. Erforder­lich ist hinge­gen eine dif­feren­zierte Analyse der Ursachen und Risiko­fak­toren, um mit Hil­fe von Inter­ven­tions- und
Präven­tion­spro­gram­men gezielt in die Gewalt­spi­rale ein­greifen zu kön­nen. Die Regierung sollte bere­it sein, auf demokratis­ch­er, sozioökonomis­ch­er und juris­tis­ch­er Ebene langfristig in eine Men­schen­recht­skul­tur zu investieren und Hil­fen dafür auf
allen Ebe­nen anzubieten.

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