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Buch über Supervision der Mitarbeiter*innen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge

Wir möcht­en auf diese wichtige Pub­lika­tion hin­weisen, die sich mit dem kom­plex­en Auf­trag der Mitarbeiter*innen im Bun­de­samt für Migra­tion und Flüchtlinge beschäftigt.

Die psy­chosoziale Arbeit mit Flüchtlin­gen und Folteropfern stellt die Beteiligten vor große Her­aus­forderun­gen. Mitar­beit­er/-innen des Bun­de­samtes für Migra­tion und Flüchtlinge wur­den erst­mals durch Schu­lun­gen, Coach­ing und Super­vi­sion in ihrer Arbeit begleit­et. Die Ergeb­nisse des Pro­jek­ts präsen­tiert dieses Buch. Reflek­tiert wer­den die Rolle der Entschei­der/-innen zwis­chen Schutza­uf­trag und Grenzziehung, deren Bedeu­tung für das Schick­sal der Flüchtlinge, aber auch die Schwierigkeit­en pro­fes­sioneller Unter­stützung in der Bewäl­ti­gung von Krisen und Stresssituationen.

Die von Elise Bit­ten­binder, Sil­via Schreifers und Jen­ny Baron her­aus­gegebene Pub­lika­tion ist ent­standen aus dem gemein­samen Pilot­pro­jekt „Super­vi­sion und Train­ing und Coach­ing für Entscheider/innen im Asyl­prozess“ des Bun­de­samts für Migra­tion und Flüchtlinge BAMF), der Bun­desweit­en Arbeits­ge­mein­schaft Psy­chosozialer Zen­tren für Flüchtlinge und Folteropfer e.V. (BAfF e.V.) und der Deutschen Gesellschaft für Super­vi­sion e.V. (DGSv). Darin veröf­fentlicht ist auch die let­zte öffentliche Rede, die Jörg Feller­mann als Geschäfts­führer der DGSv anlässlich der Abschlussver­anstal­tung zu diesem Pro­jekt im März 2014 gehal­ten hat. Sein Cre­do: „Ich hätte gern, dass Super­vi­sion in Ver­wal­tun­gen selb­stver­ständlich ist.“

Das im März 2015 erschienene Buch ist der 10. Band in der Rei­he „Inter­diszi­plinäre Beratungs­forschung“ bei Van­den­hoeck & Ruprecht.

Van­den­hoeck & Ruprecht
1. Auflage 2015
ISBN 978–3‑525–40369‑3
159 Seit­en, 6 Abbildungen

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Von der Mühsal, die eigene Ohnmacht zu nutzen — Überlegungen zur Supervision von Traumaarbeit

Hier kön­nen Sie den englis­chen Artikel “Von der Müh­sal, die eigene Ohn­macht zu nutzen — Über­legun­gen zur Super­vi­sion von Trau­maar­beit” von David Beck­er aus dem Jahr 2000 herunterladen:

2000 super­vi­sion trau­maar­beit Becker

Dieser Artikel erschien auch in: Zeitschrift für Poli­tis­che Psy­cholo­gie, Jg. 8, 2000, Nr. 4, und Jg. 9, 2001, Nr. 1, S. 611 — 625

Die Zusam­men­fas­sung des Texts kön­nen Sie hier lesen:

Bezugnehmend auf Bions The­o­rie der Gruppe und Win­ni­cotts Über­legun­gen zum Über­gangsraum sowie zu „Hold­ing“ und „Han­dling“ wer­den Prob­leme von Teams, die über Trau­ma arbeit­en, und deren Super­vi­sion disku­tiert. Der Autor reflek­tiert dabei über seine eigene Prax­is als Super­visand und Super­vi­sor. Im Vorder­grund ste­ht die Frage nach dem Umgang mit der eige­nen Ohn­macht: Um mit extrem trau­ma­tisierten Men­schen zu arbeit­en, bedarf es eines gehöri­gen Aus­maßes von Mut bzw. „allmächti­gen“ Heilungsphan­tasien. Hat man dann aber ein­mal damit begonnen, geht es um das Gegen­teil von All­macht, näm­lich um die Anerken­nung der Ohnmacht.

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