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Colonia Dignidad“ – Eine Gemeinschaft wird zum Patienten

Im Rah­men der Herb­st­ta­gung des Aktion­snet­zes der Heil­berufe von ai vom 21. – 22. Okto­ber 2006 in Ham­burg fand eine Podi­ums­diskus­sion zu der aktuellen Sit­u­a­tion der ehe­ma­li­gen „Colo­nia Dig­nidad“ in Chile statt.

Hier kön­nen Sie einen kurzen Bericht zu der Ver­anstal­tung lesen:

2006 Heckl, U. Colo­nia Dig­nidad herb­st­ta­gung 2006
Auf dem Podi­um disku­tieren Wolf­gang Kneese, ehe­ma­liger Bewohn­er der Kolonie und Vor­sitzen­der des Vere­ins “Flügelschlag”, der sich für miss­brauchte Kindern der “Colo­nia Dignidad”
engagiert, Pas­tor Hel­mut Frenz, der 1977 Gen­er­alsekretär der deutschen Sek­tion von amnesty inter­na­tion­al war, als die Sek­te ihren Prozess gegen ai begann und der Psy­chi­ater Prof. Niels Bie­der­mann, der vom Auswär­ti­gen Amt den Auf­trag bekam, ein  psy­chother­a­peutis­ches Betreu­ung­spro­gramm für die Bewohn­er der ehe­ma­li­gen “Colo­nia Dig­nidad ” zu erarbeiten.

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Staatlich organisierte Gewalt und ihre Opfer – ein Überblick zu Ansätzen und Einrichtungen der Therapie. Anläßlich des 25-jährigen Bestehens des internationalen ai-Aktionsnetzes der Heilberufe

Hier kön­nen Sie den Artikel “Staatlich organ­isierte Gewalt und ihre Opfer – ein Überblick zu Ansätzen und Ein­rich­tun­gen der Ther­a­pie. Anläßlich des 25-jähri­gen Beste­hens des inter­na­tionalen ai-Aktion­snet­zes der Heil­berufe” von James Welsh aus dem Jahr 2001 herunterladen:

2001 staatlich gewalt opfer ther­a­pie 25 jahre aktion­snetz Welsh

Dieser Artikel erschien auch in: Zeitschrift für Poli­tis­che Psy­cholo­gie, Jg. 8, 2000, Nr. 4, und Jg. 9, 2001, Nr. 1, S. 329 — 346

Die Zusam­men­fas­sung des Texts kön­nen Sie hier lesen:

Seit Mitte der siebziger Jahre haben Heil­beru­fler durch die Doku­men­ta­tion und Ther­a­pie von Folter­trau­ma­ta eine wichtige Rolle im Kampf gegen staatlich organ­isierte Gewalt gespielt. Der Gebrauch von Folter durch Mil­i­taerdik­taturen in Lateinameri­ka, die Flucht zahlre­ich­er Opfer nach Europa und Nor­dameri­ka und das Her­anwach­sen ein­er inter­na­tionalen Men­schen­rechts­be­we­gung tru­gen zur Entste­hung zahlre­ich­er ther­a­peutis­ch­er Spezialein­rich­tun­gen bei, die das gemein­same Ziel, Opfer von Men­schen­rechtsver­let­zun­gen zu unter­stützen, über ver­schiedene Arbeit­san­sätze zu erre­ichen sucht­en. Doku­men­ta­tion und Oef­fentlichkeit­sar­beit ergänzten vielfach die medi­zinis­che Betreu­ung und tru­gen zu Präven­tion und zur Verän­derung poli­tis­ch­er Struk­turen bei. In Zusam­me­nar­beit mit anderen Organ­i­sa­tio­nen, z.B. medi­zinis­chen Berufsver­bän­den, Flüchtlings- und Men­schen­recht­sor­gan­i­sa­tio­nen wie amnesty inter­na­tion­al haben Heil­beru­fler einen wichti­gen Beitrag sowohl zur Ther­a­pie der Opfer von Men­schen­rechtsver­let­zun­gen als auch zum Kampf gegen die Straf­frei­heit geleis­tet. Der fol­gende Beitrag gibt einen Überblick zu Entwick­lun­gen der let­zten Jahrzehnte im Hin­blick auf Ansätze und Ein­rich­tun­gen der Therapie.

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