Kurz-Therapien für Flüchtlinge mit befristeter Duldung? Probleme und ausländerrechtliche Restriktionen der psychotherapeutischen Grundversorgung traumatisierter Flüchtlinge: Erfahrungen mit bosnischen Flüchtlingen

Hier kön­nen Sie den Artikel “Kurz-Ther­a­pi­en für Flüchtlinge mit befris­teter Dul­dung? Prob­leme und aus­län­der­rechtliche Restrik­tio­nen der psy­chother­a­peutis­chen Grund­ver­sorgung trau­ma­tisiert­er Flüchtlinge: Erfahrun­gen mit bosnis­chen Flüchtlin­gen” von Marie Rös­sel-Cunovic aus dem Jahr 2001 herunterladen:

2001 kurzther­a­pie fluechtl cunovic

Dieser Artikel erschien auch in: Zeitschrift für Poli­tis­che Psy­cholo­gie, Jg. 7, 1999, Nr. 1+2, S. 143 — 150

Die Zusam­men­fas­sung des Texts kön­nen Sie hier lesen:

Die Autorin berichtet Erfahrun­gen der let­zten Jahre aus der Arbeit­sprax­is des Frank­furter Arbeit­skreis­es Trau­ma und Exil (FATRA e.V.). Die Verbesserung, Ver­schlechterung oder Chronifizierung trau­ma­tisiert­er Flüchtlinge wurde deut­lich den
sozialen und rechtlichen Lebens­be­din­gun­gen im Auf­nah­me­land bes­timmt. Am Beispiel der Flüchtlinge aus Bosnien zeigt der Beitrag ver­schiedene Phasen der Beratung und Behand­lung, deren Ver­lauf nicht allein von der Schwere des Trau­mas während der direk­ten Ver­fol­gung bes­timmt wurde, son­dern stark von poli­tis­chen und gesellschaftlichen Rah­menbe­din­gun­gen. Vor allem die 1996 von den deutschen Innen­min­is­tern ein­geleit­ete Rück­führungspoli­tik führte zu erhe­blich erschw­erten Symp­to­matiken und Unter­stützungs­be­darf, u.a., weil die trau­ma­tis­chen Erfahrun­gen unter Zeit­druck ver­bal­isiert wer­den mußten, die Kapaz­itäten der kom­pe­ten­ten Beratungsstellen über­lastet wur­den und die nur kurzfristi­gen Dul­dungsver­längerun­gen eine retrau­ma­tisierende, per­ma­nente Unsicher­heit schuf.

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Recent Views on the Protection of Children’s Mental Health

Hier kön­nen Sie den englis­chen Artikel “Recent Views on the Protection
of Children’s Men­tal Health” von Ani­ca Mikuš Kos aus dem Jahr 2001 herunterladen:

2001 Kos pro­tec­tion chil­drens men­tal health

Dieser Artikel erschien auch in: Zeitschrift für Poli­tis­che Psy­cholo­gie, Jg. 8, 2000, Nr. 4, und Jg. 9, 2001, Nr. 1, S. 497 — 504

Die Zusam­men­fas­sung des Texts kön­nen Sie hier lesen:

Der Artikel beschreibt den Wan­del von The­o­rien über die psy­chis­che Gesund­heit von Kindern, die von Krieg und Flucht betrof­fen sind, sowie deren Imp­lika­tio­nen für die Prax­is – bzw. vice ver­sa. Ein Schw­er­punkt wird auf die Bedeu­tung pro­tek­tiv­er Fak­toren für die betrof­fe­nen Kindern gelegt. Diese Sichtweise führt zu der Notwendigkeit, klin­is­che Inter­ven­tio­nen im engeren Sinne durch soziales Engage­ment zu erweit­ern. Das Schul­sys­tem spielt dabei eine beson­dere Rolle, da mit diesem viele Kinder erre­icht wer­den kön­nen. Die Prinzip­i­en der “Men­tal Health for All”-Strategie im Rah­men schulis­ch­er Ver­sorgung wer­den beschrieben.

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Narben auf der Seele: Integrative Traumatherapie mit Folterüberlebenden

Hier kön­nen Sie den Artikel “Nar­ben auf der Seele: Inte­gra­tive Trau­mather­a­pie mit Folterüber­leben­den” von Ingrid Inge­borg Koop aus dem Jahr 2001 herunterladen:

2001 Koop inte­gra­tive trau­mather­a­pie folteropfer

Dieser Artikel erschien auch in: Zeitschrift für Poli­tis­che Psy­cholo­gie, Jg. 8, 2000, Nr. 4, und Jg. 9, 2001, Nr. 1, S. 561 ‑584

Die Zusam­men­fas­sung des Texts kön­nen Sie hier lesen:

Die fol­gen­den Aus­führun­gen ent­standen vor dem Hin­ter­grund der Inte­gra­tiv­en Ther­a­pie (nach Pet­zold, Heinl, Orth u.a.) und aus der Prax­is mit trau­ma­tisierten Men­schen und Folterüber­leben­den, u.a. in Aus­land­stätigkeit­en in Lateinameri­ka und Ex-Jugoslaw­ien und bei REFUGIO Bre­men, Behand­lungszen­trum für trau­ma­tisierte Flüchtlinge. Zur Diag­nos­tik wird mit dem Konzept der „Extrem­trau­ma­tisierung“ eine notwendi­ge Erweiterung des PTSD-Mod­ells vorgestellt. Der Schw­er­punkt des Artikels liegt auf einem inte­gra­tiv­en trau­mather­a­peutis­chen Vorge­hen. Zen­trale Annahme ist dabei die Ein­sicht, daß – auch auf­grund phys­i­ol­o­gis­ch­er Prozesse bei der Entste­hung von Trau­ma­ta – die Traum­abear­beitung mit rein ver­bal ori­en­tierten Psy­chother­a­pi­en zu kurz greift. Auswirkun­gen von Folter­trau­ma­ta auf ver­schiedene Bere­iche der Iden­tität sowie der Ein­bezug von Leib­lichkeit in mul­ti­modalen ther­a­peutis­chen Inter­ven­tio­nen wer­den skizziert. Ergänzende The­men in der Ther­a­pie bilden Ressource­nen­twick­lung, die (Kon­tro­verse um) direk­te  Traum­abear­beitung, die Bedeu­tung der Zeit­di­men­sion und die Arbeit an der Schnittstelle von inner­er und äußer­er Realität.

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