Psychoanalytische Behandlung einer Migrantin. Die Bedeutung der gleichen Herkunft für den therapeutischen Prozeß

Hier können Sie den Artikel „Psychoanalytische Behandlung einer Migrantin. Die Bedeutung der gleichen Herkunft für den therapeutischen Prozeß“ von Ilany Kogan aus dem Jahr 2001 herunterladen:

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Dieser Artikel erschien auch in: Zeitschrift für Politische Psychologie, Jg. 8, 2000, Nr. 4, und Jg. 9, 2001, Nr. 1, S. 523 – 532

Die Zusammenfassung des Texts können Sie hier lesen:

Der Beitrag beschäftigt sich mit dem Veränderungsprozeß, der als Ergebnis von überlagernden Sprach- und Erfahrungswelten einer Migrantin-Patientin und einer Analytikerin, die aus dem gleichen Land stammten, auftrat. Die Grundlage bildet Fallmaterial aus der Behandlung einer jungen Frau, die kurze Zeit nach ihrer Auswanderung von Rumänien nach Israel an die Autorin überwiesen wurde, die selbst in Rumänien geboren wurde und dort ihre Kindheit verbrachte. Die Migration bedeutete eine Bedrohung für das Identitätsgefühl der Patientin und führte zu einer Tauerreaktion. Die unvollständige Trauerarbeit beeinflußte ihr Gefühl, daß sie Hoffnung und eine Zukunft haben könne. Dies drückte sie in der Unfähigkeit, Mutter zu werden, aus. Der Gebrauch der Muttersprache im Verlauf der Behandlung und gemeinsame Kindheitserfahrungen hatten Auswirkungen auf den Prozess der Übertragung und Gegenübertragung und führten zu einer Veränderung bei Patientin wie Analytikerin.

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