Neue Ausgabe des Access to Medicine Index veröffentlicht

Liebe Leser*innen des Aktion­snetz Heilberufe,

die neue Aus­gabe des Access to Med­i­cine Index für 2014 wurde Anfang Novem­ber veröf­fentlicht. Wir möcht­en gerne auf die “key find­ings” und den englis­chssprachi­gen Bericht als ganzes hinweisen:

Key Find­ings Access To Med­i­cine Index 2014

Der Bericht wird von der Access to Med­i­cine Foun­da­tion veröf­fentlicht und ste­ht im Auf­trag der Stiftung den Zugang zur Medi­zin für alle Men­schen zu ver­fol­gen und unab­hängig zu bew­erten, wie viel die Phar­main­dus­trie macht, um möglichst vie­len Men­schen Zugang zu medi­zinis­ch­er, ins­beson­dere medika­men­tös­er Ver­sorgung zu gewährleisten.

Die Stiftung erhält keine Unter­stützung durch die Phar­main­dus­trie und nimmt eine kri­tis­che Posi­tion gegebenüber den — lei­der als unzure­ichend einzuschätzen­den — Forschungs­be­mühun­gen der Unternehmen ein (Finanzierung der Stiftung).

Genaueres ent­nehmt bitte dem Bericht unter oben­ste­hen­dem Link.

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Folteropfer unter uns — was können wir tun?” Seminar bei Jugend@Amnesty

Am 15.11.2014 stellte unser Aktion­snetz einen Ref­er­enten für einen Work­shop bei dem Tre­f­fen Jugend@amnesty in Berlin. 
Das The­ma des Tre­f­fens war “Folteropfer unter uns — Was kön­nen wir tun?”, das im Rah­men der aktuell laufend­en Folterkam­pagne sehr aktuell ist. Als aktuelles Beispiel im Plenum wurde der aktuelle Fall der 40 enführten Stu­den­ten in Mexiko gewählt.

Danach set­zte sich die Arbeit in Kle­in­grup­pen fort. Unser Ref­er­ent berichtete über die Auswirkun­gen von Folter auf das Opfer und sein soziales Umfeld wie auch die gesamte Gesellschaft und erläuterte die Bedin­gun­gen für die Auf­nahme von Folteropfern in Deutschland. 
Die Arbeit der zwanzig motivierten und inter­essierten Teilnehmer*innen (Studierende wie Schüler*innen) fand nach dem Vor­trag in Kle­in­grup­pen statt. Lei­der verg­ing die Zeit sehr schnell und reichte nicht für eine erschöpfende Bear­beitung des Themas. 


Das Amnesty-Aktion­snetz Heil­berufe ver­sucht allen exter­nen und inter­nen Anfra­gen für Vorträge und Seminare/Workshops nachzukom­men. Nehmt gerne hierzu mit uns Kon­takt auf!

Euer Amnesty-Aktion­snetz Heilberufe

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Zwei neue Medical Actions

Liebe Fre­undin­nen und Fre­unde des Amnesty-Aktion­snet­zes Heilberufe,

heute erhal­tet ihr von uns zwei Med­ical Actions.

In der ersten geht es um das Schick­sal schwan­ger­er Frauen und junger Müt­ter im Osten Südafrikas, deren medi­zinis­che Betreu­ung und Ver­sorgung völ­lig unzure­ichend ist und die deshalb einem erhöht­en Infek­tion­srisiko aus­ge­set­zt sind. Eben­so ist die Sterblichkeit von jun­gen Müt­tern, Schwan­geren und Kindern in dieser Region deut­lich höher als in anderen Bezirken.

www.amnesty.de/briefe-gegen-das-vergessen/2014/10/suedafrika-frauen-und-maedchen-der-gemeinde-mkhondo

Die zweite Briefak­tion befasst sich mit der Geset­zge­bung zur Abtrei­bung in El Sal­vador, die zu den schärf­sten weltweit gehört. Selb­st Schwanger­schaftsab­brüche bei Verge­wal­ti­gung oder bei Gefahr für das Leben der Mut­ter wer­den unter streng­ste Strafe gestellt. Diese Geset­ze wider­sprechen ein­deutig den Vor­gaben der UNO-Kon­ferenz von 1994.

Hierzu gibt es auch eine Online-Aktion: http://action.amnesty.de/l/ger/p/dia/action3/common/public/?action_KEY=9792

Vie­len Dank für eure Beteiligung!

Euer Aktion­snetz

Hin­ter­grund­in­fos

Südafri­ka Brief

El Sal­vador Brief

 

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Produktives Herbsttreffen am 08.09.2014 in Berlin

Hal­lo liebe Leser*innen,

am let­zten Sam­stag fand in Berlin unser diesjährlich­es Jahre­str­e­f­fen statt. Neben dem Resümée über das ver­gan­gene Jahr und die anste­hen­den Pro­jek­te kon­nten wir drei neue Aktive in der Gruppe begrüßen, die gle­ich auch Funk­tio­nen über­nom­men haben. Wir wer­den mit ein­er Fal­lar­beit begin­nen, sowie unsere Möglichkeit­en in der Men­schen­rechts­bil­dung aktiv zu wer­den weit­er aus­bauen. Die Debat­te über Zwangs­maß­nah­men in der Psy­chi­a­trie wurde auf­grund der kür­zlich stattge­fun­de­nen amnesty­in­ter­nen Diskus­sio­nen zu dem The­ma weit­erge­führt. Eine Zusam­men­fas­sung der rel­e­van­ten Argu­mente find­et sich dem­nächst hier. Das näch­ste Tre­f­fen wird im April 2015 in Köln stat­tfind­en. Interessent*innen sind her­zlich eingeladen!

Viele Grüße,

Euer Amnesty-Aktion­snetz Heilberufe

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Folgemeldungen zu drei Medical Actions diesen Jahres

Liebe Fre­undin­nen und Fre­unde des Amnesty-Aktion­snet­zes Heilberufe,

da das Ende des Jahres naht, haben wir recher­chiert, ob es erwäh­nenswerte Entwick­lun­gen von Fällen gab, die wir dieses Jahr als Eilak­tio­nen hat­ten. Drei haben wir dabei gefunden.

Anfang April hat­ten wir einen Fall aus Pakistan.
Moham­mad Asghar — seit 2000 an Schiz­o­phre­nie lei­dend — wurde 2010 festgenom­men und auf Grund­lage der Blas­phemiege­set­ze zum Tode verurteilt. In Haft bekommt er keine aus­re­ichende medi­zinis­che Versorgung.
Hierzu gab es eine Reak­tion der Regierung auf die Appellschreiben, in der sie ihre Entschei­dung als der gel­tenden indis­chen Recht­slage entsprechend recht­fer­ti­gen. Ash­gars Gesund­heit sei von Senior Med­ical Offi­cers als zufrieden­stel­lend eingeschätzt worden.
Im Okto­ber meldete Amnesty Fol­gen­des: “Der in Pak­istan inhaftierte Moham­mad Asghar ist am 25. Sep­tem­ber 2014 von einem Gefäng­niswärter angeschossen und schw­er ver­let­zt wor­den. Er wird derzeit im Kranken­haus behan­delt und ist außer Lebens­ge­fahr. Seine Rechts­beistände fürcht­en jedoch nach wie vor, dass er getötet wer­den kön­nte. Der Gefäng­niswärter ist von den lokalen Behör­den festgenom­men und wegen ver­sucht­en Mordes angeklagt wor­den. Acht weit­ere Gefängniswärter_innen sind vom Dienst sus­pendiert worden.”
http://www.amnesty.de/urgent-action/ua-023‑2014‑2/gefangener-von-gefaengniswaerter-angeschossen

Im Mai behan­del­ten wir einen Fall aus Ägypten.
Mohamed Soltan, Sohn eines bekan­nten Mit­glieds der Mus­lim­brud­er­schaft und seit August 2013 inhaftiert, befind­et sich seit dem 26. Jan­u­ar im Hunger­streik. Sein Gesund­heit­szu­s­tand ver­schlechtert sich rapide.
Eben­so im Okto­ber meldete Amnesty: “Der inhaftierte Mohamed Soltan wurde am 7. Okto­ber ins Kranken­haus ein­geliefert, nach­dem sich sein Gesund­heit­szu­s­tand drastisch ver­schlechtert hat. Er befind­et sich seit acht Monat­en im Hunger­streik.” http://www.amnesty.de/urgent-action/ua-128‑2014‑1/gefangener-kritischem-zustand

Im Sep­tem­ber hat­ten wir einen Fall aus Bahrain für euch.
Der gewalt­lose poli­tis­che Gefan­gene ‘Abdul­ha­di Al-Khawa­ja, ein­er der 13 bekan­nten inhaftierten Oppo­si­tionellen in Bahrain, ist am 25. August aus Protest gegen seine willkür­liche Fes­t­nahme und Inhaftierung in den Hunger­streik getreten. Sein Gesund­heit­szu­s­tand dro­ht sich zu verschlechtern.
Amnestys Mel­dung wiederum im Okto­ber dazu: “Am 23. Sep­tem­ber hat er den Hunger­streik nach 30 Tagen der Nahrungsver­weigerung been­det. Seine Fam­i­lie kon­nte ihn am 6. Okto­ber im Gefäng­nis besuchen und die Ärzt_innen seien zuver­sichtlich, dass sich sein niedriger Blut­druck mit weit­er­er Gewicht­szu­nahme sta­bil­isieren werde.”
http://www.amnesty.de/urgent-action/ua-166‑2014‑1/oppositioneller-beendet-hungerstreik

Alles Gute und viele Grüße

Euer Aktion­snsetz

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