freier Zugang zur medizinischen Versorgung für Menschen ohne Papiere

Wir möcht­en auf die Unter­schrifte­nak­tion der Organ­i­sa­tion Ärzte der Welt aufmerk­sam machen, die in ganz Europa freien Zugang zur medi­zinis­chen Ver­sorgung für Men­schen ohne Papiere (“Ille­gal­isierte”) fordert.

Die zwei­seit­i­gen Unter­la­gen kön­nt ihr hier herun­ter­laden:

huma

Den erk­lären­den Text des Doku­ments kön­nt ihr auch hier lesen:

In den meis­ten Län­dern der Europäis­chen Union haben Men­schen ohne Aufen­thalt­sti­tel erhe­bliche Prob­leme, Zugang zur medi­zinis­chen Ver­sorgung zu find­en. Zum einen liegt es an restrik­tiv­en Aufen­thalts- und Leis­tungs­ge­set­zen, die die Kostenüber­nahme für medi­zinis­che Leis­tun­gen ein­schränken oder ver­bi­eten, zum anderen erschw­eren admin­is­tra­tive Hür­den und die kom­plex­en, sowie z.T. diskri­m­inieren­den Struk­turen der Gesund­heitssys­teme den bar­ri­ere­freien Zugang. Hinzu kom­men die Äng­ste der irreg­ulären Migranten, ent­deckt und abgeschoben zu wer­den. Diese hal­ten sie davon ab, notwendi­ge medi­zinis­che Hil­fen in Anspruch zu nehmen.
Diese Sit­u­a­tion wider­spricht nicht nur Artikel 25 der UN-Men­schen­recht­skon­ven­tion son­dern auch unser­er
medi­zinis­chen Standesethik, welche beto­nen, dass « jed­er, ohne Unter­schied, (…) ein Recht auf angemessene ärztliche Ver­sorgung [hat].» Als Beschäftigte im Gesund­heitswe­sen sehen wir uns verpflichtet, die Rechte von unseren Pati­entin­nen und Patien­ten zu wahren und uns schützend vor sie zu stellen.
Deswe­gen :

1 Fordern wir, dass Ärztin­nen und Ärzte ihre Entschei­dung, welche Behand­lung für ihre Pati­entin­nen und Patien­ten angemessen ist, allein nach medi­zinis­ch­er Indika­tion und Notwendigkeit tre­f­fen kön­nen. Der Aufen­thalt­sta­tus der Pati­entin­nen und Patien­ten darf kein Kri­teri­um für die Art, den Umfang und die Dauer medi­zinis­ch­er Ver­sorgung sein.

2 Fordern wir, dass die Kosten der Behand­lung von Per­so­n­en ohne Aufen­thalt­sti­tel vom Staat über­nom­men wer­den, wenn die Hil­fe­suchen­den mit­tel­los sind. Des Weit­eren fordern wir, dass alle admin­is­tra­tiv­en Hür­den, die den Zugang zur medi­zinis­chen Ver­sorgung erschw­eren abge­baut wer­den.

3 Erin­nern wir daran, dass Ärztin­nen und Ärzte und das Fach­per­son­al im Gesund­heitswe­sen der Schweigepflicht unter­liegen. Fol­glich lehnen wir jegliche Weit­er­gabe von Patient*innendaten an Aus­län­der­be­hör­den ab.

4 Beto­nen wir die Notwendigkeit, dass sowohl das Per­son­al im Gesund­heitswe­sen als auch die Betrof­fe­nen aus­führlich über die Recht­sansprüche und die vorhan­de­nen Möglichkeit­en der medi­zinis­chen Ver­sorgung von Men­schen ohne Aufen­thaltssta­tus informiert wer­den.

Euer Aktion­snetz Heil­berufe

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