Psychotherapeutisches Arbeiten mit Überlebenden des Holocaust

Hier kön­nen Sie den Artikel “Psy­chother­a­peutis­ches Arbeit­en
mit Über­leben­den des Holo­caust” von Nathan Durst aus dem Jahr 1999 herun­ter­laden:

1999 psy­chother­a­peut arbeit­en holo­caust ueber­lebende tdurst

Der Artikel erschien auch in: Zeitschrift für Poli­tis­che Psy­cholo­gie, Jg. 7, 1999, Nr. 1+2, S. 101 — 112

Die Zusam­men­fas­sung des Artikels kön­nen Sie hier lesen:

Der Artikel berichtet über die Arbeit von AMCHA, dem Nation­al Israeli Cen­ter for Psy­cho­log­i­cal Sup­port of Sur­vivors of the Holo­caust. „Amcha“ (Hebräisch: „dein Volk“) war lange Zeit Begrüßungs­formel unter Über­leben­den des Holo­caust. Der Bericht unter­sucht Auswirkun­gen von Ver­fol­gung und Ter­ror auf ver­schiedene Alters­grup­pen und bezieht sich beson­ders auf die Child Sur­vivors: Kleine Kinder, die von ihren Eltern getren­nt wur­den, tra­gen andere Symp­tome als Jugendliche. Bezugnehmend auf Keil­son wird fest­ge­hal­ten, daß Trau­ma­tisierung um so schädlich­er auf seine Entwick­lung wirk­te, je jünger das Kind in der trau­ma­tis­chen Peri­ode war, bes. als Ver­lust von Ver­trauen in seine Umwelt. Neben dem Alter spie­len soziokul­turelle Kon­texte eine entschei­dende Rolle; so unter­schei­den sich Bear­beitungs­for­men und Ver­läufe etwa dar­nach, ob Über­lebende in Ungarn oder Deutsch­land her­an­wuch­sen. Die Erkun­dung solch­er Umstände ist ein weit­er­er zen­traler Punkt für die ther­a­peutis­che Arbeit. Bezüglich der Nachkriegszeit kon­nte Keil­son zeigen, daß eine liebevolle Umge­bung maßge­blich für emo­tionale Bewäl­ti­gung und Entwick­lung der Kinder war.
Für den ther­a­peutis­chen Ver­lauf wesentlich ist schließlich, ob Ther­a­peuten die Kraft und Fähigkeit auf­brin­gen, mit den Über­leben­den die Trauer und den Schmerz zu ertra­gen und zu teilen — die Trä­nen, die ob der Ver­luste geweint wer­den müssen. An Fall­beispie­len wer­den diese ther­a­peutis­chen Prozesse exem­plar­isch verdeut­licht.

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