Migration — Entwurzelungsrisiko oder Chance individueller Entwicklung? Ein emotionstheoretischer Beitrag

Hier find­en Sie den Artikel “Migra­tion — Entwurzelungsrisiko
oder Chance indi­vidu­eller Entwick­lung? Ein emo­tion­s­the­o­retis­ch­er Beitrag” aus unser­er Inter­net­zeitung “Men­schen­recht und Gesund­heit”:

1999 emo­tion­s­the­o­rie der migra­tion twolf

Der Artikel erschien auch hier: Zeitschrift für Poli­tis­che Psy­cholo­gie, Jg. 7, 1999, Nr. 1+2, S. 129 — 142

Lesen Sie hier die Zusam­men­fas­sung des Artikels:

Eine emo­tion­s­the­o­retis­che Analyse kann neue Per­spek­tiv­en auf Migra­tion als für alle Bere­iche unser­er Gesellschaften zunehmend wichtiges Phänomen bieten. Nach ein­er his­torischen Skizze ein­schlägiger Über­legun­gen aus Phänom­e­nolo­gie und Kri­tis­ch­er
The­o­rie wer­den mod­erne, empirisch fundierte Emo­tion­s­the­o­rien dargestellt. So kann anhand des Grundge­fühls-Mod­ells von Mach­lei­dt gezeigt wer­den, welche Bedeu­tung der kul­turell ver­ankerten, rit­u­al­isierten Emo­tionsver­ar­beitung zukommt, und inwiefern sich ver­schiedene Kul­turen in ihren Gefühlsritualen deut­lich voneinan­der unter­schei­den, wen­ngle­ich allen Men­schen kul­turüber­greifend auch diesel­ben fünf Grundge­füh­le
eigen sind. Weit­er kann gezeigt wer­den, daß jed­er Migra­tionsprozeß sowohl ein Entwurzelungsrisiko als auch Chan­cen indi­vidu­eller Entwick­lung birgt. Dies führt zur Forderung ein­er dif­feren­zierten Betra­ch­tung und ein­er War­nung vor ein­er reduk­tion­is­tis­chen, pauschalen und poli­tisch aus­nutzbaren Beurteilung von Migra­tion.

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