Frühjahrstagung 2011 in Frankfurt am Main: Folter in syrischen Krankenhäusern

Beglei­t­end zu unser­er Früh­jahrsta­gung 2011 in Frank­furt am Main fand eine Podi­ums­diskus­sion über Folter an syrischen Kranken­häusern statt. Den Fly­er der Ver­anstal­tung kön­nen Sie hier herun­ter­laden:   2012-06 syrien.frankfurt

In syrischen Kranken­häusern wird gefoltert!

> Nachricht 1 (Deutsches Ärzteblatt, ext. Link)
> Nachricht 2 (Ärztezeitung, ext. Link)

> zur Ein­führung: Amnesty Deutsch­land (ext. Link)

> zum Amnesty-Video über die Ver­anstal­tung (ext. Link)

> zum Amnesty-Report (full text, ext. Link):
Health cri­sis: Syr­i­an gov­ern­ment tar­gets the wound­ed and health work­ers

Fre­itag, 01. Juni 2012, 18–20 Uhr
Frank­furt am Main, hoff­manns höfe, Hein­rich-Hoff­mann-Straße 3
www.hoffmanns-hoefe.de

Eine Podi­umsver­anstal­tung mit Diskus­sion von Amnesty Inter­na­tion­al, m edi­co inter­na t ion­al und dem Deutsch-Syrischen Vere­in zur Förderung der Frei­heit­en und Men­schen­rechte Amnesty Inter­na­tion­al hat Ende Okto­ber 2011 den aus­führlichen Bericht „Health Cri­sis:  Syr­i­an Gov­ern­ment Tar­gets the Wound­ed and Health Work­ers“ veröf­fentlicht, wonach ver­let­zte Protestierende in vie­len Fällen von Kranken­haus­per­son­al – darunter auch Medi­zin­er – und von syrischen Sicher­heit­skräften beschimpft, kör­per­lich ange­grif­f­en und sog­ar gefoltert wur­den. Die Podi­umsver­anstal­tung informiert über diese drama­tis­che Sit­u­a­tion sowie über Möglichkeit­en, das Men­schen­recht auf Gesund­heit durch medi­zinis­che Not­fall­hil­fe wenig­stens einiger­maßen zu gewährleis­ten.

Für Amnesty Inter­na­tion­al wird Ruth Jüt­tner, Nahost-Exper­tin, einen Überblick über die drama­tis­che Men­schen­recht­skrise in Syrien geben. Angesichts der bru­tal­en Nieder­schla­gung friedlich­er Demon­stra­tio­nen mit tödlich­er Gewalt, Massen­fest­nah­men und sys­tem­a­tis­ch­er Folter ist Amnesty der Auf­fas­sung, dass die syrische Regierung für Ver­brechen gegen die Men­schlichkeit ver­ant­wortlich ist. Amnesty hat deshalb bere­its im Som­mer 2011 die Ein­schal­tung des Inter­na­tionalen Strafgericht­shofs zur Lage in Syrien gefordert.
Die bish­eri­gen Bemühun­gen der inter­na­tionalen Gemein­schaft, auf ein Ende der Gewalt gegen Zivilis­ten in Syrien hinzuwirken, wer­den ein­er kri­tis­chen Bestand­sauf­nahme unter­zo­gen.
Für medico inter­na­tion­al wird Mar­tin Glase­napp, Öffentlichkeit­sref­er­ent, über das Pro­jekt „Das Ende der Ohn­macht: Medi­zinis­che Nothil­fe für die lokalen Basiskomi­tees in Sy r ien“ bericht­en. Es geht dabei um die Unter­stützung der medi­zinis­chen Ver­sorgung in den Unter­grund­kliniken der Oppo­si­tion. Wegen der Ver­fol­gung in den reg­ulären Kranken­häusern find­et die Ver­sorgung der Ver­let­zten zunehmend in Pri­vat­woh­nun­gen statt, die in regel­rechte Lazarette ver­wan­delt wur­den, oder in den Hin­terz­im­mern von Arzt­prax­en. Getra­gen wer­den diese informellen bis klan­des­ti­nen Struk­turen von engagierten ÄrztIn­nen und anderem medi­zinis­chen Per­son­al, die bei ihrer lebens­ge­fährlichen Arbeit mit Sach­mit­teln von den Local Coor­di­na­tion Com­mit­tees (LCC) der friedlich ori­en­tierten Oppo­si­tion unter­stützt wer­den.
Für den Deutsch-Syrischen Vere­in zur Förderung der Frei­heit­en und Men­schen­rechte wird Dr. Has­san Nag­gar, Vor­sitzen­der der K oor­di­na­tion­sstelle für die ver­let­zten syrischen Flüchtlinge in Antakya, über seine Arbeit in den türkischen Städten Antakya, Kilis und Antep bericht­en. Der langjährige Vor­sitzende der Union ara­bis­ch­er Ärzte in Europa hat sich mit aus Syrien geflüchteten Ärzten und einem Apothek­er zu einem Team zusam­mengeschlossen, das sich ins­beson­dere der Schw­erver­let­zten annimmt, deren Behand­lung überwacht und koor­diniert. Die Patien­ten wer­den bei Bedarf aus den staatlichen Kranken­häusern in geeignete Fachk­liniken ver­legt, wo notwendi­ge Oper­a­tio­nen durchge­führt wer­den kön­nen. Nach der Oper­a­tion küm­mert sich das Team in seinem Lazarett unent­geltlich um die medi­zinis­che Nach­sorge und Reha­bil­i­ta­tion.

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